Aufruf, die Utopie lebendig werden zu lassen

think2Liebe Freund*innen, Gefährt*innen,

Es ist wieder einmal Zeit, Zeit für eine Sonderausgabe der Gai Dao.
Für diejenigen unter euch, die sie nicht kennen: Die Gai Dao (chin. “einen anderen Weg gehen”) ist das monatlich als Zeitung erscheinende Sprachrohr der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA).
Sie versteht sich als autonomes Projekt, das auch Menschen, Gruppen und Strukturen offensteht, die kein Mitglied der FdA sind, sofern sie die Ideen des Anarchismus und die Prinzipien der FdA unterstützen, gerne auch solidarisch-kritisch.

Im Moment beginnen die Vorbereitungen für eine neue Sonderausgabe der Gai Dao, die die Umsetzung von anarchistischen Idealen im alltäglichen Leben beleuchten, analysieren und nicht zuletzt auch auf die praktische Umsetzbarkeit prüfen will.

Es gibt die Idee, die Zeitung in zwei inhaltlich voneinander unabhängige Teile zu gliedern: Einen ersten Teil, der darstellen soll, wie wir heute, im Hier und Jetzt, versuchen, Ideen zu verwirklichen, solidarisch und herrschaftsfrei zu handeln und letztlich die Utopie zu leben versuchen. Eine Liste mit möglichen Themen findet ihr weiter unten, gerne und noch lieber könnt ihr aber natürlich auch eigene Ideen, Erfahrungen oder Schwerpunkte bearbeiten.
Der zweite Teil wiederum soll Konzepte für eine herrschaftsfreie Gesellschaft entwickeln und mögliche organisatorische Schwierigkeiten aufzeigen. Beispielsweise könnte es in diesem Teil um den Umgang mit grenzverletzendem Verhalten (noch andere Formulierung finden) oder der Frage, wie bestimmte (unangenehme) Aufgaben vergeben und erledigt werden, wenn niemand mehr durch ökonomische oder andere Zwänge dazu genötigt wird.

An dieser Stelle kommt ihr ins Spiel. Für diese Sonderausgabe suchen wir noch motivierte Autor*innen, die Lust und Zeit haben, sich der Arbeit an einem der beiden Teile anzuschließen.
Da wir, um die Zeitung planen zu können, einen zumindest groben Überblick über den Umfang und die Anzahl der Texte brauchen werden, wäre es toll, wenn ihr uns ein kurzes Konzept mit Inhalt, Länge und ggf. Wissenswertem über Textidee, geplante Länge und Form bis zum 31.12.2015 zukommen lassen würdet. (Mailadresse für Einreichungen und Nachfragen: [email protected] )

Wir glauben, dass diese Zeitung ein tolles Projekt und ein Dokument von historischem Wert über den heutigen Zustand der anarchistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus) werden kann. Dafür sind wir auf eure Ideen und Erfahrungen angewiesen, um ein lebendiges Bild des Hier und Jetzt zu schaffen und mögliche Wege und Perspektiven für die Zukunft zu entwerfen.

In diesem Sinne, wir freuen uns auf eure Beiträge.

Liste möglicher Themen:

Anarchistische Werte (Was verstehen wir darunter?)
Hierarchien
Alltag, Anspruch, Widersprüche, Konsequenzen
Pragmatisch handeln? Wie weit darf das gehen? Allianzen, Zusammenarbeit thematisieren? Grenzen von Zusammenarbeit
Entscheidungsfindung?
Arbeitsverhältnisse (Wie passen unsere Arbeitsverhältnisse zu unseren Idealen? Wie konsequent sind wir da?)

Praktische Umsetzung anarchistischer Ideale:
Beispiele:
Umsonstläden
Besetzungen
Selbstverwaltete Räume
Hausprojekte
politische Kommunen
Gewerkschaften

Refugees Selbstverwaltung
Blick in andere Länder

Verknüpfungen mit sozialen Bewegungen (Hausbesetzungen wegen Wohnungsnot, hoher Mieten, Armut etc.)

Anarchistische Veranstaltungen, Buchläden etc.
Beziehungsanarchie und Normen
Bildung, Erziehung, Care-Tätigkeiten

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  1. […] und haben dafür unter dem Titel “Aufruf, die Utopie lebendig werden zu lassen” ein “Call for Papers” veröffentlicht. Schaut […]

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