Recht auf Stadt Karlsruhe: Aktionstag am 6.7. auf dem Friedrichsplatz

Die Stadt gehört den Menschen, die darin leben!
Ein sicherer Ort zum Wohnen ist ein Grundbedürfnis von Menschen. Die Zeiten, wo Verantwortliche in Politik und Wirtschaft Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge wie Energieversorgung oder Öffentlichen Nahverkehr privaten profitorientierten Unternehmen übertragen dürfen, sind aufgrund schlechter Erfahrungen weitgehend vorbei. Doch auch der Grund und Boden einer Stadt mit seinen Plätzen, Parks, Straßen und Häusern, gehört in die Hände der Menschen, die diese Stadt beleben und gestalten!

Flugblatt (Front) für den Aktiontag am 6.7. von 14 bis 22 Uhr auf dem Friedrichsplatz


Wem gehört die Stadt?
Wer in Karlsruhe bezahlbaren Raum sucht zum Wohnen allein oder mit vielen, für einen Stadtteiltreff oder einen Laden ohne Kommerz, stellt fest: Dafür ist in dieser Stadt (fast) kein Platz. Nur wer Geld hat, kann sich aussuchen, in welchem schönen Stadtteil er wohnen möchte, ob er einen Balkon oder lieber einen Garten wollen, ob die Kinder es weit haben zur Schule oder ob der Wochenmarkt mit dem Radel zu erreichen ist.
Karlsruhe entwickelt sich wie viele andere Städte in neoliberalen Zeiten: Modernisierte Wohn- und Geschäftsräume werden in einer aufgemotzten City für die „einfache„ Bevölkerung unbezahlbar. Menschen, die finanziell schlechter gestellt sind, wie viele RentnerInnen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen, Studierende, MigrantInnen oder Erwerbslose, finden zunehmend nur noch in Außenbezirken Wohnraum. Trotzdem müssen sie einen immer größeren Teil ihrer Einkünfte für Miete ausgeben.
Wohnraum ist zur Ware geworden. Erschwingliche Wohnungen zu bauen lohnt sich nicht für Investoren und in der Politik lassen sich dafür keine Mehrheiten finden. Entsprechend dürftig entwickelt ist der soziale Wohnungsbau auch in Karlsruhe. Der heutige Wohnungsmangel ist nicht plötzlich über die Stadt gekommen – er ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Politik des Ausverkaufs von städtischem Raums und dem Glauben an die Kräfte des (Wohnungsbau-)Marktes.

Die Stadt gehört den Menschen, die darin leben!
Ein sicherer Ort zum Wohnung ist ein Grundbedürfnis von Menschen. Er gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen und das Wasser zum Trinken. Die Zeiten, da Verantwortliche in Politik und Wirtschaft es für richtig hielten, Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge wie die Wasser- und Energieversorgung, Straßen oder Öffentlichen Nahverkehr privaten profitorientierten Unternehmen zu übertragen, sind aufgrund schlechter Erfahrungen weitgehend vorbei. Doch auch der Grund und Boden einer Stadt mit seinen Plätzen und Parks, Straßen und Häusern, gehört in die Hände der Menschen, die diese Stadt beleben und gestalten!

Es wird Zeit dass die Menschen ihre Stadt zurückerobern!
Lassen wir uns nicht vertreiben
… von den cleanen Einkaufspalästen, in denen sich Großunternehmen eine goldene Nase verdienen.
… von den Immobilienspekulanten, denen es um Profit und nicht um das Wohlergehen ihrer MieterInnen geht.
… von einer Politik, die Shoppingcenter und Penthaus-Wohnungen mit „Car-Loft„ für Aushängeschilder der Stadt halten und die Wohnungsnot ignorieren.

Ohne Druck von unten ändert sich nichts.
Gegen den Ausverkauf der Stadt setzen wir auf kreative Projekte, auf eine lebhafte Stadtteilkultur und auf echte Beteiligung. Wir hoffen, dass die Menschen in Karlsruhe Mietsteigerungen, Wohnungsnot und Vertreibung von MieterInnen nicht länger dulden.

Die Bewegung „Recht auf Stadt“ beleben

In vielen Städten vieler Länder haben sich Gruppen und Einzelpersonen zu „Recht-Auf-Stadt„-Initiativen zusammen geschlossen. Das englische „Right to the City„ heißt übersetzt soviel wie: Auf in die Stadt! Das zeigt die Richtung an: Es geht um viel mehr als nur um juristisches Recht, sondern um eine Aufforderung, den Lebensraum in Stadt und Land wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Also um eine Utopie und eine kollektive Aufforderung, sie umzusetzen, zugleich. In Recht-auf-Stadt-Gruppen finden sich je nach Stadt und Interessen ganz unterschiedliche Menschen zusammen. Die Themen und die Kooperationen sind vielfältig: Mal geht es um Schrebergärten, mal um Bahnhöfe, mal um die Vertreibung alteingesessener MieterInnen aus ihrem Kiez und meistens um viele Themen zusammen: Um die Wünsche, Anliegen und Probleme von Menschen in ihrem Lebensumfeld eben. Eine gemeinsame Forderung ist: Wir wollen guten Wohnraum für Alle! Wohnraum ist keine Ware, sondern eine lebensnotwendige gemeinschaftliche Ressource, die für alle da ist und auf die jede/r ein Recht hat.

Freiräume erkämpfen!
Kommt am Samstag, den 6. Juli 2013 zum Friedrichsplatz!
Verweilt, diskutiert, genießt, macht mit.


Mehr Infos unter: http://raska.blogsport.de/

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