Kontaktinfos:

Webseite: http://lka.tumblr.com
Twitter: https://twitter.com/libertaereka
Facebook: https://www.facebook.com/libertaere.gruppe?fref=ts
Email: lka@riseup.net
Adresse:

Neuste Beiträge

Alle Beiträge anzeigen ->


Gruppenbeschreibung:

wir gründeten die Libertäre Gruppe Karlsruhe mit dem Ziel, anarchistisch denkende Menschen zu vernetzen. Das Potential an  libertär gesinnten Menschen in Karlsruhe und Umgebung ist nicht zu verachten, nur an organisierten Strukturen mangelte es seit längerem. Dieses Potential zu nutzen, sich zu organisieren und den Anarchismus als wichtigen politischen Bestandteil in die Öffentlichkeit zu tragen haben wir uns zur Aufgabe gemacht. In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig zu diskutieren, wie wir den Anarchismus aus dem Licht einer nicht zu verwirklichenden Utopie drängen können. Wir möchten den Anarchismus leben, ihn in die Praxis umsetzen und Hierarchien in unserem Leben überwinden!

Es ist uns dabei wichtig, nicht als „Spaltergruppe“ zu kommunistischen und anderen linksradikalen Gruppen in der Umgebung gesehen zu werden. Wir distanzieren uns zwar deutlich von sämtlichen autoritären und staatsfixierten Bestrebungen, da wir diese nicht mit unserem Bild einer besseren Gesellschaft vereinbaren können, sind aber sonst gegenüber der Zusammenarbeit mit anderen linken Gruppen aufgeschlossen und wollen eine Ergänzung und Bereicherung linksradikaler Politik in Karlsruhe sein. Darüber hinaus sind wir offen für Zusammenarbeit mit der Vielzahl von Aktivistinnen und Aktivisten, die sich nicht als Linke definieren, mit denen wir aber gemeinsame freiheitliche Ziele finden können.

Was wollen wir?

Wir stehen für eine herrschaftslose Gesellschaft, für ein Leben in voller Selbstverwaltung und Freiheit. Wir sind nicht interessiert an einer Welt, in der Menschen immer noch von anderen Menschen unterdrückt werden. Dass Profit immer noch über dem Wohl der Menschheit steht, dass herrschende Nationen und Wirtschaftsbosse immer noch über diesen Planeten und die Menschen regieren und entscheiden, als wären diese nur da um ihre egoistischen Bedürfnisse zu stillen, sind Fakten, die uns wütend machen. Ist es nicht diese kapitalistische Welt, die täglich Menschen krank, wahnsinnig und verzweifelt macht und sogar tötet? Wir sind der Überzeugung, dass der Kapitalismus und die herrschenden Strukturen ein friedliches, gerechtes und freies Leben aller Menschen miteinander verhindern. Ein System, dass bei seiner Ausdehnung weder auf Mensch noch Natur Rücksicht nimmt, kann nur in eine ständige soziale und ökologische Krise führen.

Wir fordern das Ende all dieser Ungerechtigkeiten. Wir lernen von klein auf, dass Autoritäten richtig und zu akzeptieren sind. Konkurrenzkampf wird uns eingeimpft und der Egoismus des Menschen gezielt hochgezüchtet – mit dem Ziel ihn zu einem außerhalb seiner Arbeit unproduktiven und unselbständigen Konsumwesen zu machen. Angesichts dessen  sind die Worte der Herrschenden mehr als nur scheinheilig, wenn sie von Frieden und Gerechtigkeit reden . Seien wir ehrlich zu uns: Im Kapitalismus gibt es keinen Frieden und keine Gerechtigkeit. Denn einer Ideologie, die Ausbeutung und Ungleichheiten als notwendig erklärt und diese gutheißt, muss jede Gerechtigkeit abgesprochen werden. Wir werden innerhalb von Staatsgrenzen geboren, die uns einpferchen, uns Zwängen unterwerfen und uns angeblich schützen. Wir werden geboren um zur Schule zu gehen, zu arbeiten, zu konsumieren und dann zu sterben! Ist das das schöne Leben, von dem uns immer erzählt wird? Ist das der Zustand der erstrebenswert ist, sollen wir an dieser Stelle stehen bleiben weil doch alles so gut ist? Ist das Freiheit, jeden Tag früh morgens aufzustehen, den ganzen Tag zu schuften und sich zu unterwerfen und für ein Wachstum zu arbeiten, an dem die meisten Menschen nicht teilhaben dürfen? Wir sagen nein!

Wieso sollen wir diese Zustände weiter hinnehmen? Wieso weiterhin Eliten unter dem Deckmantel der Demokratie entscheiden lassen, was richtig für uns ist? Wieso weiterhin ja zu Unterdrückung durch Hierarchien sagen, statt für eine grenzenlose Solidarität und ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung zu sorgen? Wieso nicht selbst unser Leben in die Hand nehmen und ihnen zeigen, dass wir zum glücklichen Zusammenleben keine Hierarchien und Autoritäten brauchen? In der Geschichte des Anarchismus finden wir viele Beispiele, bei denen Menschen genau das erreicht haben. Wir stehen dem herrschenden System entschlossen und kämpferisch gegenüber, um den rettenden Schritt aus der permanenten Krise zu wagen.

Als was für eine Gruppe verstehen wir uns?

In einer Zeit in der Ausbeutung und Unterdrückung der arbeitenden Klasse immer noch an der Tagesordnung stehen, in der Nationalismus und Patriotismus wieder im Kommen sind, in der Sexismus und Homophobie immer noch zu gesellschaftlichen Standards gehören, in der wirtschaftlich führende Staaten immer noch Abschiebung propagieren und praktizieren, ihre Grenzen militärisch schützen und für Ressourcen töten, verstehen wir uns als eine ganz klar ANTI-KAPITALISTISCHE, ANTI-FASCHISTISCHE, ANTI-RASSISTISCHE, ANTI-SEXISTISCHE sowie ANTI-AUTORITÄRE und natürlich LIBERTÄRE Gruppe.

Des Weiteren ist es uns ein wichtiges Bedürfnis, das oftmals fälschlich vermittelte Bild von der Anarchie als ein Zustand des totalen Chaos zu ändern und es der Gesellschaft wahrheitsgetreu darzulegen – als einen Zustand der Freiheit, in der niemand Angst vor Unterdrückung und Ausbeutung haben muss, ein Zustand der Harmonie und des friedlichen Zusammenlebens.

Anarchie ist Ordnung! VIVA LA LIBERTAD!

18. Juli 2009

Libertäre Gruppe Karlsruhe