GaiDao 81 September 2017

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GaiDao 81 September 2017

Liebe Leser*innen,

die Gaidao entwickelt sich immer stärker zu einem Ort der strömungsübergreifenden Debatte, was ganz in unserem Sinne ist und auch an der aktuellen Ausgabe ablesbar ist.

Was sich an der Ausgabe aber ebenfalls ablesen lässt, ist die Tatsache, dass das Projekt am seidenen Faden hängt. Aus Mangel an einer Layout-Person mussten wir die Veröffentlichung um eine ganze Woche verschieben. Eine Einstellung des Projekts würden uns schmerzen, aber gewisse Aufgaben werden aktuell einfach von zu wenigen Schultern getragen.

Dann zu einem wichtigen Thema außerhalb unserer kleinen Redaktionsblase: Das Verbot von linksunten.indymedia.org durch die Bundesregierung am 25.08.2017 stellt die nächste Stufe der Repression gegen soziale Bewegungen im deutschsprachigen Raum dar. Es ist Wahlkampf und nach dem Kontrollverlust des Staates im Zuge der G20-Protestaktionen setzt die Bundesregierung auf medienwirksame Aktionen (und macht sich nebenbei zum Erfüllungswerkzeug rechter bis faschistischer Akteur*innen). Ein weiterer Schlag gegen Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung in Deutschland; ein weiterer Schritt in Richtung autoritären Kontroll- und Polizeistaat.

Mit der Sperrung von linksunten.indymedia.org wird einmal mehr deutlich, welche wichtige Funktionen unabhängige, dezentrale und für alle zugängliche Medien für soziale Bewegungen haben. Die Gaidao versteht sich als Teil einer antagonistischen und kritischen Berichterstattung, bei der es keinen abgeschlossenen Kreis an Artikelschreiber*innen gibt. Vielmehr soll die Gaidao eine Plattform bieten um allen Menschen die Möglichkeit zu geben ihre Beiträge und Gedanken zu veröffentlichen – vorausgesetzt sie widersprechen nicht den Ideen des Anarchismus im Allgemeinen und den Prinzipien der FdA im Speziellen.

Lasst uns vielfältige Möglichkeiten freier und unabhängiger Berichterstattung schaffen und ausbauen – die Idee von linksunten.indymedia lässt sich weder verbieten noch mundtot machen.

Kämpferische Grüße ma (für die Gaidao-Redaktion)

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