An der Befreiuung Arbeiten – Aufruf zur Demonstration anlässlich des 70. Jahrestages der Kapitulation der Wehrmacht

Am 08.05.2015 jährt sich der Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus durch die militärische Intervention der Alliierten Streitkräfte zum 70. Mal. Für uns ein Tag zum Feiern – aber auch zum Erinnern und Resümieren.

Das beinahe flächendeckende Wiedererstarken nationalsozialistischer Strukturen zeigt: Faschistisches und nationalistisches Gedankengut ist in unserer Gesellschaft immer noch präsent und macht einen dem entgegenstehenden und bewusst antifaschistischen Gesellschaftskonsens nach wie vor zwingend notwendig. Neonazis nehmen sich den erneut offen zu Tage tretenden, unverhohlenen Rassismus aus der Mitte der Gesellschaft zum Anlass, sich mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie erneut in selbiger zu positionieren.

Wir stellen keine Forderungen an den deutschen Staat, der sich dennoch immer wieder das Recht heraus nimmt, antifaschistisches Handeln zu kriminalisieren. Auf die Intervention eines Staates, der sich seit 1945 in aller Konsequenz einer nennenswerten Aufarbeitung der eigenen Geschichte entzieht und dem rassistischen Bürger statt dessen noch Futter liefert, vertrauen wir ebensowenig.

Unsere Forderungen richten sich an die aktuell hier lebende Bevölkerung. Denn diese trägt die Verantwortung, in welcher Gesellschaft wir heute leben. Auch hier in Frankfurt (O.). Ob rassistische Übergriffe, brennende Asylbewerber*inneheime oder Übergriffe von Neonazis. Wer wegschaut stimmt zu!

Wir sind ein autonomes Bündnis politischer Gruppierungen, die sich für einen konsequenten Antifaschismus einsetzen und rufen zur breiten Beteiligung an unserer Demonstration auf. Die Auftaktkundgebung wird am sowjetischen Ehrenmal am Anger stattfinden.

Wer heute nicht mit uns feiert, hat verloren!

Flyer 8.

Zum Originalbeitrag

Schlagworte: