"Schwarz-Roter-Tresen" in Düsseldorf
Frei nach dem Motto: "Treffen, Trinken, Theorie ... und mehr" - Diesmal mit Film: „ES GEHT NICHT NUR UM UNSERE HAUT“
| What | schwarz-roter Tresen |
|---|---|
| When |
2009-11-11 20:00
to 2009-11-12 01:00 |
| Where | Kulturcafé Solaris 53 e.V. Kopernikusstr. 53 40225 Düsseldorf |
| Attendees | FAU-D |
| Add event to calendar |
|
Das andere Motto des abends wird sein: "nichts muss - alles kann". Ihr
sollt euch nicht verpflichtet fühlen hochintellektuelle Diskussionen zu
führen oder ganz aktionistisch die nächste Barrikade zu planen. Gerne
dürft ihr einfach kommen um bei einem Bier und netter Musik neue Leute
kennen zu lernen oder alte Bekannte wieder zu treffen.
Für diejenigen die wollen und können stehen auch ein paar Spiel bereit
(Schach, Bagammon, Skat,....)
Natürlich ist dies auch die Gelegenheit sich hier als
"sozialrevolutionärer Stammtisch" zu konstituieren und sich vielleicht
anhand der Branche selbst zu organisieren .-)
Der Eintritt ist frei, die Preise niedrig und Spenden für unsere Arbeit
immer willkommen!!
Diesmal mit Film: „ES GEHT NICHT NUR UM UNSERE HAUT“
Der Streik der Belegschaft des Bosch-Siemens-Hausgerätewerks in Berlin gegen die Schließung
Ein Film von Holger Wegemann
Am
6. September 2006 kommt die Belegschaft des
Bosch-Siemens-Hausgeräte-Werks in Berlin-Spandau zu einer
Betriebsversammlung zusammen, die bis zum 22. September dauern wird.
Mit 16 Tagen wird sie zur bis dato längsten Betriebsversammlung der
Bundesrepublik Deutschland.
Dem vorausgegangen ist die Ankündigung
der Konzernleitung, das Spandauer Werk zum Jahresende 2006 zu
schließen. Die Betriebsversammlung ist der Auftakt zu einer Reihe von
Aktionen, die bis Ende Oktober dauern und weit über Berlins Grenzen
hinaus ein Echo finden und Solidarität erzeugen. So besetzt die
Belegschaft schon während der Betriebsversammlung die Werkstore, als
die Standortleitung versucht, Betriebsmittel aus dem Werk zu schaffen.
Bei dem „Marsch der Solidarität“ besuchen die BSH´ler andere
Industriebetriebe, auch die der „Konkurrenz“ von AEG und Miele, rufen
zu einer gemeinsamen Kundgebung vor der Siemenszentrale in München auf.
Am
19. September stimmen mehr als 94 Prozent der BSH-Belegschaft für
Streik. Die weiteren Verhandlungen führen zum Kompromiss: Keine
Schließung des Werkes, Erhalt von 400 Arbeitsplätzen von vormals rund
620 bis ins Jahr 2010, eine durchschnittliche Lohnkürzung von 20
Prozent, keine Neuinvestitionen in die Produktion.
Am 20. Oktober
wird über das Verhandlungsergebnis abgestimmt. Nur ein Drittel der
Belegschaft stimmt dafür, doch nach IG-Metall- Satzung ist das
Verhandlungsergebnis damit angenommen und der Streik beendet. Ein
großer Teil der Belegschaft fühlt sich verraten. Die IG Metall und
weite Teile der Presse jedoch werten den Abschluss als Sieg einer
kampfbereiten Arbeiterschaft.
Der Film zeigt das Innere des
Arbeitskampfes bei BSH/Berlin: Er begleitet die streikenden Mitarbeiter
Tag für Tag. Die Kamera dokumentiert Auseinandersetzungen auf
Betriebsversammlungen, Blockaden des Werkstors, Demonstrationen und
hitzige Diskussionen. Er zeichnet die politischen und menschlichen
Konflikte und Stimmungsschwankungen innerhalb der Belegschaft nach.
Nicht zuletzt liegt der Fokus dabei auf dem Konflikt zwischen
„offizieller“ Gewerkschaftspolitik und den Interessen und Anliegen der
von Arbeitslosigkeit Bedrohten.