Veranstaltungsreihe, Mythos Arbeit: Was ist eigentlich Anarcho-Syndikalismus?
„Arbeit“ hat in dieser Gesellschaft einen Status von zentraler Bedeutung. Es wird erwartet, sich die meiste Zeit seines Lebens eben der „Arbeit“ oder einer Ausbildung zur Arbeitsfähigkeit unterzuordnen. Wenn es keine Arbeit für jemanden gibt, so wird erwartet, sich „arbeitssuchend“ zu melden, ansonsten drohen Abstriche in den Sozialabgaben und gesellschaftliche Ächtung. Der wirkliche Müßiggang, also sich ein paar Jahre dieser „Arbeit“ zu entziehen, ist normalerweise erst akzeptiert, wenn man schon zu alt ist, um noch mit Höchstleistung arbeiten zu können – also erst im Rentenalter. Arbeitszeiten werden länger und der Druck auf Arbeitslose, sich neue Arbeit zu suchen größer und all das in einer Zeit in der immer mehr Maschinen uns immer mehr Arbeit abnehmen, diese Entwicklung also genauso gut umgekehrt verlaufen könnte. Ist also Arbeit mittlerweile mehr als nur Mittel zum Zweck? Arbeit als ein moderner Sinn des Lebens? Für wen oder was arbeiten wir? Wie definieren wir „Arbeit“ überhaupt? Setzt ein anderer Arbeitsbegriff nicht auch eine völlig andere Gesellschaft voraus? Wie könnten Alternativen zur Lohnarbeitsgesellschaft aussehen? All diese Fragen rund um den „Mythos Arbeit“ wollen wir im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe erörtern ...
| What | Veranstaltungsreihe der Anarchistischen Gruppe Mannheim: Mythos Arbeit |
|---|---|
| When |
2008-04-24 20:00
2008-04-24 23:00
2008-04-24 from 20:00 to 23:00 |
| Where | Café im Jugendkulturzentrum FORUM, Mannheim |
| Attendees | Rudolf Mühland (FAU Düsseldorf) |
| Add event to calendar |
|
Jeder von uns hat die Formel "Ein Angriff auf eine von uns ist ein Angriff auf alle!" schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon oft die Phrase von der "Solidarität" vernommen. Aber was könnte die wirkliche, praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer bekannter sozialistischer Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung sein?
Rudolf Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei einen kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19 bis zum 21 Jahrhundert. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die heutige Freie ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) und ihre aktuelle Situation. So wichtigen Fragen wie:
-
Wie sind die Menschen innerhalb der FAU organisiert?
-
Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
-
Wer kann mitmachen?
oder auch
-
Wie steht die FAU zur Bertiebsratsfrage?
-
Wie steht die FAU zu Tarifverträgen?
und viele andere Fragen mehr werden angesprochen. Nach dem Vortrag mit Präsentation bleibt Zeit die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und weiterführende Probleme zu erörtern.