Rudi on Tour (Mai 2010)
Die Vortragsreise geht weiter. Diesmal auf dem Plan: Offenburg, Aachen und Nürnberg und Augsburg mit jeweils gleich zwei Vorträgen...
Was ist eigentlich Anarcho-Syndikalismus? oder die FAU-IAA stellt sich vor!
Wann: 07.05.2010
Wo: ALARM e.V., Offenburg
Einlass: 19.oo Uhr
Beginn: ca.: 20.oo Uhr
Eintritt: Eintritt frei (Spenden erwünscht)
Veranstalterin: Anarchistische Gruppe Ortenau
Jeder
von uns hat die Formel "Ein Angriff auf eine von uns ist ein Angriff
auf alle!" schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon oft die
Phrase von der "Solidarität" vernommen. Aber was könnte die wirkliche,
praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer bekannter
sozialistischer Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung sein?
Rudolf
Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei einen
kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des
Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19 bis zum 21
Jahrhundert. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die heutige Freie
ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) und ihre aktuelle Situation. So wichtigen
Fragen wie:
* Wie sind die Menschen innerhalb der FAU organisiert?
* Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
* Wer kann mitmachen?
oder auch
* Wie steht die FAU zur Bertiebsratsfrage?
* Wie steht die FAU zu Tarifverträgen?
und
viele andere Fragen mehr werden angesprochen. Nach dem Vortrag mit
Präsentation bleibt Zeit die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und
weiterführende Probleme zu erörtern.
Belgrad Six
Wann: 08.05.2010
Wo: Autonomens Zentrum (AZ) Aachen Aachen
Einlass: 19.oo Uhr
Beginn: ca.: 20.oo Uhr
Eintritt: Eintritt frei (Spenden erwünscht)
Veranstalterin: FAU-Aachen
Anfang September 2009 wurden in Serbien sechs soziale AktivistInnen
verhaftet. Unter ihnen befinden sich auch GewerkschafterInnen der
anarcho-syndikalistischen «Anarho-sindikalistička inicijativa» (ASI). Anfang Dezember kündigte die serbische Staatsanwaltschaft an, den
Untersuchungshäftlingen im Frühjahr 2010 den Prozess wegen eines
Deliktes des "Internationalen Terrorismus" zu machen. Den Angeklagten
drohen dabei Haftstrafen von bis zu 15 Jahren für eine Aktion an der
griechischen Botschaft in Belgrad, bei der durch Brandflaschen
minimaler Sachschaden an der Außenfassade entstand. Die ASI hatte
bereits im September erklärt, mit dieser Aktion - die von einer
unbekannten Gruppe mit der Unterstützung eines hungerstreikenden
griechischen Gefangenen aus den sozialen Unruhen Ende 2008 begründet
wurde - nichts zu tun zu haben. Die griechische Regierung ist der
stärkste Befürworter eines angestrebten serbischen EU-Beitrittes. Das
könnte, ebenso wie das Interesse daran, in Krisenzeiten die
anarcho-syndikalistische Bewegung zu schwächen, der Hintergrund der
Anschuldigungen und der aberwitzigen Strafandrohungen sein. Seit mehreren Monaten läuft eine internationale Kampagne mit der
Forderung nach Freilassung der «Belgrade 6». Auf dieser Seite findet
ihr Hintergründe und Berichte dazu. Wir möchten euch bitten, die
Forderungen aktiv zu unterstützen und euch ihm Rahmen eurer
Möglichkeiten mit den serbischen sozialen AktivistInnen und
GewerkschafterInnen zu solidarisieren. Am 17. Februar 2010 begann in Belgrad der Prozess. Der erste
Prozesstag endete mit der vorläufigen Freilassung der Gefangenen.
Außerdem scheint sich abzuzeichnen, dass die Anklage wegen
„internationalem Terrorismus“ fallengelassen und durch minder schwere
ersetzt werden soll.
Geschichte des Anarchismus auf Kuba und Anarchistische Strömungen und Utopien
Wann: 09.05.2010
Wo: Armer Teufel, Bauerngasse 14, Nürnberg
Einlass: 18.oo Uhr
Beginn: ca.: 18.3o Uhr
Eintritt: Eintritt frei (Spenden erwünscht)
Veranstalterin: FAU-Nürnberg
Ein gern verschwiegener schwarz-roter Faden zieht sich durch die Geschichte Kubas.
Rudolf
Mühland hat das Vorwort zur Erstausgabe des Buches "Anarchismus auf
Kuba" von Frank Fernandez geschrieben. Der Autor Frank Fernández hat
mit diesem Buch diese Geschichte neu aufgerollt. Er spannt den Bogen
von der Zeit der spanischen Kolonial- herrschaft bis hin zu dem
heutigen Castro-Regime (2003!). Fernández zeichnet das Bild einer
wechsel- vollen Geschichte der libertären kubanischen Bewegung, die oft
in den diversen politischen Strömungen unterzugehen drohte. Die
Unabhängigkeitsbewegungen (Loslösung von Spanien) mit ihrem
Patriotismus wie auch die späteren Diktaturen von Machado und Batista
konnten sie nicht klein kriegen. Das besorgte in den fünfziger Jahren
erst das Regime von Castro. Rudolf Mühland hat das Vorwort zur
deutschsprachigen Erstausgabe geschrieben und wird in einem Referat die
geschichte des kubanischen Anarchismus/Anarcho- Syndikalismus
erläutern. Neben dem Text von Frank Fernandez wrden auch auch intime
Freunde des movimiento libertario cubano (MLC), wie Augustin Souchy
(der sich auf Einladung Fidel Castros auf Kuba befand!) und Sam Dolgof
zitieren. Dieses Buch sei daher vor allen auch den Leuten ans Herz
gelegt, die immer noch ein romantisierendes Bild eines kubanischen
„Sozialismus“ mit den marxistisch-leninistischen Galionsfiguren Che
Guevarra und Castro pflegen. - In diesem Sinne: „Kill your Idols“.
Der Anarchismus hat viele Wurzeln und im laufe der Geschichte kamen viele “neue” Wurzeln hinzu. Obwohl sich alle AnarchistInnen in zwei Punkten einig sind, nämlich der Ablehnung jeder Form der Herrschaft des Menschen über den Menschen UND der Ablehnung jeder Form der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, gibt es jedoch kaum Einigkeit darüber wie die bestehende Gesellschaft transformiert werden soll. Praktisch und philosophische Fragen haben sehr früh dazu geführt das sich verschiedene anarchistische “Schulen” gebildet haben. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über die anarchistischen Strömungen, ihre Utopien und ihre Ideen zur Transformation der Gesellschaft.
Was ist eigentlich Anarcho-Syndikalismus? oder die FAU-IAA stellt sich vor!
Anarchie und Strafe - zur Zukunft des Knastsystems in der Anarchie
Wann: 10.05.2010 und 11.05.2010
Wo: Infoladen Augsburg,
c/o Kulturladen in Selbstverwaltung “Die Ganze Bäckerei”,
Reitmayrgäßchen 4,
86152 Augsburg
Einlass: 20.oo Uhr
Beginn: ca.: 20.3o Uhr
Eintritt: Eintritt frei (Spenden erwünscht)
Veranstalterin: Anarchistische Gruppe Ortenau
Jeder
von uns hat die Formel "Ein Angriff auf eine von uns ist ein Angriff
auf alle!" schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon oft die
Phrase von der "Solidarität" vernommen. Aber was könnte die wirkliche,
praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer bekannter
sozialistischer Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung sein?
Rudolf
Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei einen
kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des
Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19 bis zum 21
Jahrhundert. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die heutige Freie
ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) und ihre aktuelle Situation. So wichtigen
Fragen wie:
* Wie sind die Menschen innerhalb der FAU organisiert?
* Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
* Wer kann mitmachen?
oder auch
* Wie steht die FAU zur Bertiebsratsfrage?
* Wie steht die FAU zu Tarifverträgen?
und
viele andere Fragen mehr werden angesprochen. Nach dem Vortrag mit
Präsentation bleibt Zeit die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und
weiterführende Probleme zu erörtern.
"Freiheit für alle Gefangenen" ist sicherlich ein Slogan den alle politischen AktivistInnen kennen. Für die ArbeiterInnenewegung und speziell für die Anarcho-SyndikalistInnen war diese Parole immer mehr als nur ein Schalgwort. Seit beginn der anarchistischen Bewegung und darüber hinaus noch in jeder Revolution haben die Menschen "ihre" Gefangenen immer wieder befreit oder sich sonst wie für die Befreiung eingesetzt. ABER was sagen AnarchistInnen zur Rolle der Gefängnisse in einer anarchistischen Zukunft? Wird es keine "Verbrechen" mehr geben? Werden die Menschen in totaler Harmonie miteinander leben? Und wenn es doch noch "Verbrechen" gibt, wie werden die Menschen damit umgehen? Welche gesellschaftlichen Lösungen schweben den AnarchistInnen vor? Der Vortrag wird einen Streifzug durch die Jahrhunderte über den gesamten Globus unternehmen und die Lösungsvorschläge in Theorie und Praxis der AnarchistInnen (nicht nur!!) beleuchtet.