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zum GDL Streik

by fdaadmin last modified 2007-11-14 16:37

Enrico Forchheim ist Vorsitzender der GDL Ortsgruppe der Berliner S-Bahn. Das Interview mit ihm fand am 4.11.2007 statt. Die GDL kämpft um einen eigenständigen Tarifvertrag und mehr Lohn für das Bahnpersonal. Morgen, am 14.11.2007, gibt es Streiks im Güterverkehr. Am Donnerstag wird auch der Personenverkehr bestreikt.

Die ganze Interviewserie ist hier zu sehen:  http://kanalb.org/topic.php?clipId=254
Die Clips im einzelnen:

Ein eigener Tarifvertrag
Ein eigener Tafifvertrag sei notwendig, weil die gemeinsamen Tarifverhandlungen an der SEite von TRANSNET keine Verbesserungen für das Fahrpersonal gebracht hätten, so Forchheim im Interview.
 http://kanalb.org/clip.php?clipId=1917

"Gemeinsam geht es nicht"
Die TRANSNET hat der GDL vor den gemeinsamen Verhandlungen das Blaue vom Himmel versprochen, aber nichts eingehalten, "weil der Börsengang das oberste Ziel ist", so Forchheim.
 http://kanalb.org/clip.php?clipId=1913

Einsparungen für den Börsengang
Seit 2003 wurde bei dem Bahnpersonal Kürzungen durchgesetzt, um die Bahn für den Börsengang "fit zu machen". Diese führten dazu, dass "die Kollegen des Fahrbetriebes bis zu 18 Tage im Jahr mehr arbeiten hätten müssen, ohne Lohnausgleich, das wäre eine Reduzierung um ein ganzes Monatsgehalt!"
 http://kanalb.org/clip.php?clipId=1914

Solidargemeinschaft Deutsche Bahn
Der GDL wurde vorgeworfen, die Solidargemeinschaft innerhalb der Deutschen Bahn aufgekündigt zu haben. Dem hält Forchheim entgegen: 1994 hat der Bahnvorstand im Durchschnitt 300.000 DM verdient, heute sind es 2,1 Millionen Euro. - Die Arbeiter haben hingegen etwa 10% Reallohnverluste erlitten.
 http://kanalb.org/clip.php?clipId=1912

Die Stimmung
Nur den Regionalverkehr zu bestreiken hätte nicht zum Erfolg geführt. Nach dem Gerichtsurteil vom Freitag, der den Streik im Güterverkehr erlaubt, sind die Aussichten für den Bahnchef Mehdorn schlecht. Die Art und Weise, wie die GDL in der Öffentlichkeit angegriffen wurde, habe zu einer entschlossenen und kämpferischen Stimmung unter den KollegInnen geführt, so Forchheim.
 http://kanalb.org/clip.php?clipId=1915

Der Börsengang
"Die Bahn ist zwischen 150 und 200 Milliarden wert. Wenn es zum Börsengang käme würde sie für 20 Milliarden verkauft werden. Wenn sie dann nach ein paar Jahren heruntergewirtschaftet wäre, fiele den Privatiers ein, dass der Staat für die öffentliche Daseinsfürsorge da ist. Dann müsste der Staat die Bahn für horrende Summen zurückgekaufen. - Der Börsengang schädigt die Bürger. (...) Wir sind in Kontakt mit vielen anderen Gruppen, die versuchen das zu verhindern"
 http://kanalb.org/clip.php?clipId=1916

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eine neue website mit bundesweit relevanten infos ist im netz gelauncht worden: www.bahnstreik-soli.de Scheint zwar von den "üblichen verdächtigen" zu stammen, aber die infos sind für alle wichtig. Dort findet man raus in welcher Stadt welche Aktionen laufen.

köln: video zum gdl-streik:






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