Swaziland: Die königliche Ermordung unseres teuren Kameraden
Mit Entsetzen hat die SSN die schamlose, feige gezielte Ermordung des Kameraden Ntokozo Ngozo durch die unbarmherzige und dogmatische Polizei des Königshauses zur Kenntnis genommen, an deren Händen noch immer das Blut vieler Swazis klebt. Diese schamlosen Feiglinge sollen wissen, dass sie mit der Ermordung des Kameraden Ntokozo Ngozo die Grenzen des Akzeptablen überschritten und der gesamten demokratischen Bewegung den Krieg erklärt haben.
vom Swaziland Solidarity Network (SSN) – Sektion Südafrika
Die demokratischen Kräfte sowie die Gesamtheit der friedliebenden Swazis werden sich nicht zurücklehnen und die Arme verschränken während ihr eigenes Blut in schändlicher Weise durch die Polizeigarde des Königshauses vergossen wird, die den Kampf des Volkes für ein demokratisches Swaziland kriminalisiert und Revolutionäre zu Gesetzlosen erklärt. Niemals werden sie den lebendigen revolutionären Geist des Kameraden Ntozozo Ngozo töten. Er war kein Krimineller, und das Regime weiß das genau. Er war das Produkt der vorherrschenden Gegebenheiten, die von dem Regime geschaffen wurden, und das ihn nun straffrei ermordet hat. Deshalb werden wir nicht ruhen, bevor wir der Wahrheit auf den Grund gegangen sind und sie ihr Verbrechen teuer bezahlt haben. Er wird nicht eine weitere Ziffer in der Statistik sein. Das königliche Regime hat erfolgreich unser Toleranzlevel getestet. Wir sind wütend auf seine Mörder, wütend auf die königliche Autokratie, und auf die Intoleranz Königs Mswatis III. Er muss seine Polizeikräfte zügeln oder die Wut der revoltierenden Massen konfrontieren.
Der Kamerad Ntokozo Ngozo war ein engagierter junger Revolutionär der Vereinten Demokratischen Volksbewegung und ein Mitglied der SWAYOCO, der einst durch die Studentenbewegung, die Swaziland Studentenassoziation zum politischen Aktivismus kam. Als engagierter Freiheitskämpfer und Revolutionär stand er wahrlich im Dienste des Volkes. Die SSN ist stolz darauf, dass Ntokozo keinen feigen Tod auf der Flucht vor dem königlichen System starb, sondern dem System mit der entschlossenen Tapferkeit eines Kriegers für das Volk entgegentrat, aller Konsequenzen bewusst. Er starb im Gefecht mit dem undemokratischen autokratischen Regime Nkaninis und dessen unterdrückerischen Tinkundla System. Er starb im Kampf für die vollständige Befreiung seines Landes, sein Blut wird die Saat der Freiheit nähren und die Jungend wachrütteln um für die Freiheit und Befreiung in Swaziland zu kämpfen.
Unzweideutig ruft die SSN all seine Kameraden, seine Freunde und all jene, die die Freiheit lieben dazu auf, sich gegen das königliche Regime zu stellen, um es auf die Knie zu zwingen und sich der demokratischen Rechtsprechung zu unterwerfen. All unseren Kameraden sagen wir, scheut keine Mühe um das grausame System zu attackieren. Wir dürfen nicht zulassen, dass auch nur ein einziger weiterer revolutionärer Geist genommen wird. Es heißt jetzt oder nie all den teuflischen Nonsens des königlichen Idiotismus ein für allemal ein Ende zu bereiten, der unter Tarnung der Tradition und Kultur nach unschuldigen Menschenleben trachtet.
An seine Familie und Freunde und an die gesamte Befreiungsbewegung übermitteln wir unser tief empfundenes Beileid und teilen deren Schmerz darüber einen solch engagierten Kameraden zu verlieren, sowie wir tief betrübt sind über seinen vorzeitigen Tod, welcher nur durch die Herstellung von Demokratie in Swaziland gerächt werden kann. Wir rufen euch auf, seinen Speer aufzuheben und den Kampf in jeder nur erdenklichen Weise weiter zu führen für eine legitime Sache – die vollständige Befreiung der leidgeplagten Swazis. Möge sein untoter Geist fortleben bis zum Anbruch des Tages der Freiheit, wenn die Wahrheit ans Licht kommt und die Verantwortlichen dieser feigen, Menschenleben verachtenden Tat zur Rechenschaft gezogen werden.
Lang lebe sein Andenken!
Freiheit oder Tod – der Sieg ist sicher!
Verfasst durch das Swaziland Solidarity Network – Sektion Südafrika
Mapaila Solly – nationaler Vorsitzender
Fußnote der ZACF
Wir waren empört, wenngleich nicht überrascht zu erfahren, dass der Tod C`de Ntokozo Ngozos (27) durch die Polizei des Königshauses Swazilands wie die Autopsie bestätigte ein vorsätzlicher Mord war. Die Obduktion ergab, dass C`de Ngozo von zwei Schüssen einer Schusswaffe niedriger Geschwindigkeit, etwa einer 9mm Handfeuerwaffe getroffen wurde. Augenzeugen bestätigten, die Polizei habe weitere Schüsse auf ihn abgefeuert, nachdem er bereits am Boden lag und um Hilfe schrie. Der unabhängige Pathologe aus Durban, Doktor Perumal erklärte: „Als Ergebnis meiner Begutachtung kann ich den Schluss ziehen, dass die Todesursache ein Schuss in die Brust war.“ Obwohl Ngozo ein T-Shirt trug, als er aufgefunden wurde, sagte Dr. Perumal, er habe zum Zeitpunkt seiner Ermordung kein T-Shirt getragen, es sei ihm nachträglich wieder angezogen worden.Es sei an dem blutdurchtränkten T-Shirt keine der Einschuss- und Austrittsstelle entsprechende Perforation gefunden worden. Unser Mitgefühl gilt der Familie, den Freunden und Kameraden des Opfers politischer Repression. Wir hoffen, dieser grausame Vorfall wird nicht die Menschen zur Verzweiflung bringen, sondern vielmehr das Feuer der Swazis für den Freiheitskampf schüren.