Moskau: Miliz misshandelt Anarchisten (Dokumentation)
Am Rande eines anarchistischen Treffens in Moskau wurden einige Personen von der Miliz festgenommen und auf der Wache massiv misshandelt.
In Moskau-Sokolniki fand letzten Freitag ein anarchistisches Treffen
statt (keine Aktion). Einige Leute, die auf das Treffen wollten, aber
offenbar zu spät dran waren und an der U-Bahn darauf warteten, abgeholt
zu werden, wurden von der Miliz angesprochen. Einem von ihnen wurde
vorgeworfen, in der Öffentlichkeit Bier zu trinken. Das ist in Moskau
zwar tatsächlich verboten, allerdings kümmert sich da normalerweise
kein Mensch darum, besonders an der Metro Sokolniki, die von
Verkaufskiosken umgeben ist, wo ständig Bier verkauft und
selbstverständlich auch konsumiert wird. Zum betreffenden Zeitpunkt
hätten dort vermutlich ein paar Dutzend Leute mit dieser Begründung
angehalten werden können!
Entsprechende Proteste wurden beantwortet, indem die Cops Verstärkung riefen und schließlich unter Einsatz von Knüppeln und Elektroschockern vier Leute in Handschellen abführten. Drei weitere wurden von Spezialkräften mit Knüppeln und in Schusswesten überfallen, verprügelt und ebenfalls einkassiert, als sie zur Wache gingen, um nachzufragen, was mit den Verhafteten geschieht!
Rechtsbeistände und Freunde, die auf der Wache anriefen, bekamen zur Auskunft, dass nur die Papiere der Festgenommenen überprüft werden und sie dann freikommen, und dass es unter ihnen keine Verletzten gäbe. Den Festgenommenen werde "geringfügiger Vandalismus" vorgeworfen, was "die Verhängung eines Bußgelds in Höhe von 500 bis 1000 Rubel (13,50-27 Euro) oder Verwaltungsarrest bis zu 15 Tagen nach sich zieht". Einer Angehörigen wurde gesagt: "Alles kein Problem, am Montag kommt er vor Gericht, kriegt eine Verwaltungsstrafe und fertig. Machen Sie sich keine Sorgen, ihm passiert nichts!"
Die Berichte der Festgenommenen sprechen eine andere Sprache. Demnach kam es zu massiven Misshandlungen. Auch der wahre Grund der Festnahme zeigte sich darin, dass die Cops ihre Opfer mit Sprüchen über die "Antifa" aufzogen. Sie wurden gefesselt, verprügelt, angepisst und mit Elektroschockern gefoltert. Einer musste, nachdem sie ihn mit Elektroschockern in der Leistengegend malträtiert hatten, ins Krankenhaus eingeliefert werden, da er einen Herzfehler hat und zusammenklappte. Ein Weiterer wurde freigelassen, begab sich aber wegen massiver Kopfschmerzen ins Krankenhaus; die Cops hatten seinen Kopf immer wieder gegen die Wand geschlagen.
Heute Nachmittag fand eine Pressekonferenz mit VertreterInnen von Menschenrechtsgruppen wegen des Vorfalls statt; von den Gerichtsprozessen ist noch nichts bekannt geworden.
Den Bericht eines Betroffenen findet Ihr unter
http://mars-morgana.livejournal.com/3337.html (auf Russisch; wäre schön, wenn das noch jemand übersetzen könnte).
Entsprechende Proteste wurden beantwortet, indem die Cops Verstärkung riefen und schließlich unter Einsatz von Knüppeln und Elektroschockern vier Leute in Handschellen abführten. Drei weitere wurden von Spezialkräften mit Knüppeln und in Schusswesten überfallen, verprügelt und ebenfalls einkassiert, als sie zur Wache gingen, um nachzufragen, was mit den Verhafteten geschieht!
Rechtsbeistände und Freunde, die auf der Wache anriefen, bekamen zur Auskunft, dass nur die Papiere der Festgenommenen überprüft werden und sie dann freikommen, und dass es unter ihnen keine Verletzten gäbe. Den Festgenommenen werde "geringfügiger Vandalismus" vorgeworfen, was "die Verhängung eines Bußgelds in Höhe von 500 bis 1000 Rubel (13,50-27 Euro) oder Verwaltungsarrest bis zu 15 Tagen nach sich zieht". Einer Angehörigen wurde gesagt: "Alles kein Problem, am Montag kommt er vor Gericht, kriegt eine Verwaltungsstrafe und fertig. Machen Sie sich keine Sorgen, ihm passiert nichts!"
Die Berichte der Festgenommenen sprechen eine andere Sprache. Demnach kam es zu massiven Misshandlungen. Auch der wahre Grund der Festnahme zeigte sich darin, dass die Cops ihre Opfer mit Sprüchen über die "Antifa" aufzogen. Sie wurden gefesselt, verprügelt, angepisst und mit Elektroschockern gefoltert. Einer musste, nachdem sie ihn mit Elektroschockern in der Leistengegend malträtiert hatten, ins Krankenhaus eingeliefert werden, da er einen Herzfehler hat und zusammenklappte. Ein Weiterer wurde freigelassen, begab sich aber wegen massiver Kopfschmerzen ins Krankenhaus; die Cops hatten seinen Kopf immer wieder gegen die Wand geschlagen.
Heute Nachmittag fand eine Pressekonferenz mit VertreterInnen von Menschenrechtsgruppen wegen des Vorfalls statt; von den Gerichtsprozessen ist noch nichts bekannt geworden.
Den Bericht eines Betroffenen findet Ihr unter
http://mars-morgana.livejournal.com/3337.html (auf Russisch; wäre schön, wenn das noch jemand übersetzen könnte).
Dieses Werk ist gemeinfrei im Sinne der
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