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Argentinien: 30 Jahre Mütter der Plaza de Mayo Heute
finden in Argentinien verschiedene Veranstaltungen statt, auf der die
Mütter der Plaza de Mayo geehrt werden. Vor genau 30 Jahren, am 30.
April 1977, hatten sich zum ersten Mal Frauen auf dem Platz vor dem
Präsidentenpalast versammelt und Aufklärung über das Schicksal ihrer
verschwundenen Kinder gefordert. Auch nach dem Ende der Diktatur der
Militärjunta ging der Protest bis heute weiter. |
30.04.2007 |
Liberia: Streik bei Bridgestone Vergangene
Woche sind ca. 7.000 Arbeiter der Firestone Gummiplantage im
westafrikanischen Liberia in den Streik getreten. Sie fordern die
Absetzung eines Managers, der ihre gewerkschaftlichen Rechte
einschränkt. Am Freitag kam es zu heftigen Zusammenstößen mit der
Polizei, die gegen Straßenblockaden der Arbeiter vorging. Die Plantage
gehört zum Reifenkonzern Bridgestone. |
30.04.2007 |
Türkei: Demos gehen weiter Gestern
haben in Istanbul Hunderttausende gegen die Kandidatur von
Außenminister Gül (AKP) zum Präsidenten und gegen einen möglichen
Militärputsch demonstriert. Das Motto war: "keine Scharia, keinen
Putsch". Aufgerufen zu der Demonstration hatten verschiedene Parteien
der Opposition. Schon Mitte des Monats hatten 300.000 Menschen in
Ankara gegen die Kandidatur von Ministerpräsident Erdogan (AKP) zum
Präsidentenamt demonstriert. Vergangene Woche hatte die Militärführung
mit einem Putsch gedroht. |
30.04.2007 |
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Indien: Unruhen nach tödlichem Unfall In
einem Werk des Energieunternehmens National Thermal Power Corporation
in Kahalgaon im indischen Bundesstaat Bihar löste ein tödlicher
Arbeitsunfall heftige Unruhen aus. Rund 4.000 wütende Arbeiter von
Subunternehmen klagten das Management wegen der mangelnden
Sicherheitsvorkehrungen an und lieferten sich eine Schlacht mit der
Central Industrial Security Force, einer Truppe des Innenministeriums.
Die Arbeiter warfen mit Steinen, die Polizeitruppe setzte Schlagstöcke
ein. Es gab Verletzte auf beiden Seiten. |
28.04.2007 |
Simbabwe: Müllwerker streiken Die
Müllwerker in Harare, der Hauptstadt des südafrikanischen Staats
Simbabwe, traten am 24. April in einen Streik. Sie verlangen
Schutzkleidung für ihre gefährliche und ungesunde Arbeit, wie
Gummistiefel, Handschuhe, Masken, Arbeitsanzüge und kostenlose Milch. |
28.04.2007 |
Frankreich: Statistiker-Streik gegen Manipulation der Arbeitslosenzahlen Gestern
sind die französischen Arbeitslosenstatistiker aus dem
Arbeitsministerium in einen eintägigen Streik getreten. Ihnen schlossen
sich Beschäftigte des nationalen Statistikamtes INSEE und der
Arbeitslosenämter an. In einem Flugblatt ihrer Gewerkschaft heißt es:
"Wir fordern, die Veröffentlichung der monatlichen Arbeitslosenzahlen
auf der aktuellen Basis einzustellen, denn jeder weiß, dass sie
missbräuchlich die wahre Lage verschleiern".
(Denk ich an Deutschland in der Nacht ... - K.W.) |
27.04.2007 |
EU: Aktionstag bei GM am 3. Mai
Der Europa-Betriebsrat von General Motors Europe kündigte gestern in
einer Pressemitteilung einen Europäischen Aktionstag in allen GM-Werken
in Europa an. Er soll am 3. Mai durchgeführt werden. In der Erklärung
wird der seit Mittwoch, 21.00 Uhr streikenden Belegschaft im Opel-Werk
im belgischen Antwerpen die Solidarität und Unterstützung
ausgesprochen. (www.gmworkersblog.com) |
27.04.2007 |
Frankreich: Streik bei Airbus 150
Beschäftigte legten gestern im französischen Airbus-Werk Saint-Eloi bei
Toulouse die Arbeit nieder. Ihnen schlossen sich vorübergehend 120
Arbeiter aus der Fertigung der Flugzeuge A330 und A340 im Werk
Colomiers an. Die Arbeiter sehen es nicht ein, dass sie angesichts der
immer höheren Verkaufszahlen für das letzte Jahr mit einer Prämie von
lächerlichen 2,88 Euro im Schnitt abgefertigt werden sollen. |
27.04.2007 |
Belgien: Erneut Streik bei Opel Antwerpen Die
Mittagsschicht legte am 25.04.07 ab 20.30 Uhr erneut die Arbeit nieder.
Bekannt wurde, daß das Werk ab 2010 80.000 Chevrolets bauen soll. Da
bei der heutigen Produktivität die offiziell übrigbleibenden ca. 3.200
Arbeiter zu viele sind, um lediglich 80.000 PKW zu bauen, rechnen die
Arbeiter mit der Vernichtung von weit mehr als den bisher offiziell
genannten 1.400. Sie wehrten sich auch gegen Lohnabbau und den Abbau
sozialer Rechte, was sie hinnehmen sollen, um den Produktionsstandort
zu erhalten. Die Kollegen im GM Werk von Antwerpen sind kämpferisch und
Wütend. Die Gewerkschaftsvertreter im Werk unterstützen die Aktion. Die
gestrige Nacht- und Frühschicht setzte den Streik fort, der bis zum 03.
Mai weitergeführt werden soll. Beim Autozulieferer JCA in Belgien
stehen dadurch bereits die Bänder. Eine große Mehrheit der Bochumer
Belegschaft begrüßte den Streik. Bestärkend wirkt auch die offensive
Lohnforderung der Opel-Kollegen in Gleiwitz (Polen). |
26.04.2007 |
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Schweden: Selbständiger Streik bei SAS Am
Dienstag und Mittwoch führte das Kabinenpersonal der skandinavischen
Fluggesellschaft SAS einen selbständigen Streik durch. Dadurch fielen
an beiden Tagen jeweils über 100 Flüge aus. Die Beschäftigten verlangen
bessere Regelungen für Urlaub und Freizeit. Die Unternehmensleitung hat
Verhandlungen abgelehnt, solange die "illegale Aktion" andauert. |
26.04.2007 |
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Iran: Studenten gegen "Sittlichkeitsoffensive" Im
Iran haben rund 2.000 Studenten der Universität Schiras gegen die neue
"Sittlichkeitskampagne" des Mullah-Regimes demonstriert. Die Studenten
protestierten gegen neue Vorschriften, die das Tragen von ärmellosen
T-Shirts und kurzen Hosen außerhalb der eigenen Zimmer verbietet. Sie
verweigerten Professoren Zutritt zum Gelände. |
25.04.2007 |
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Polen: Opel-Arbeiter bereiten Streik vor Die
Gewerkschaft Solidarnosc im Opelwerk Gliwice fordert 500 Zloty (knapp
130 Euro) mehr Lohn im Monat. Verhandlungen an Ostern mit der
Betriebsleitung hatten zu keiner Einigung geführt. Ein Opel-Arbeiter
verdient in Polen im Schnitt 2.600 Zloty (knapp 680 Euro). Auf die
Frage, ob sie nicht Angst davor hätten, dass Opel die Produktion z.B.
in die Ukraine verlagere, erklärte Rzecznieczek von Solidarnosc: "Das
würde die GM-Konzernspitze sowieso machen - unabhägig davon, was wir
hier fordern." |
24.04.2007 |
Bangladesch: Jute-Arbeiter gegen Polizei Letzte
Woche kam es im Südwesten von Bangladesch zu heftigen Zusammenstößen
zwischen Arbeitern aus den staatlichen Jutefabriken und der Polizei.
Die streikenden Arbeiter fordern die Auszahlung ausstehender Löhne und
Zulagen. Die Polizei ging äußerst brutal gegen die Arbeiter vor, es gab
100 Verwundete und zahlreiche Festnahmen. 500 Schulkinder verließen
ihre Klassenzimmer und kamen zur Unterstützung ihrer streikenden Eltern
und warfen Ziegelsteine auf die Polizisten. Seit Anfang Januar herrscht
in Bangladesch Ausnahmezustand, alle Demonstrationen sind verboten. |
24.04.2007 |
3,1 Prozent mehr Lohn in privater Energiewirtschaft Der
Warnstreik am vergangenen Freitag scheint gewirkt zu haben. 3,1 Prozent
mehr Lohn erhalten die 25.000 Beschäftigten im Osten Deutschlands
rückwirkend zum 01.04.2007. Die von den "Arbeitgebern" geforderte
Erhöhung der Arbeitszeit um zwei unbezahlte Stunden wurde erfolgreich
abgewehrt. |
24.04.2007
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Indonesien: Streik in der Grasberg-Mine erfolgreich Am
Wochenende haben die Arbeiter in der Kupfermine Grasberg ihren
4-tägigen Streik erfolgreich beendet. Die Arbeiter setzten durch, dass
die Benachteiligung der einheimischen Arbeiter aus Papua, was Lohn und
Arbeitsbedingungen angeht, zumindest deutlich eingeschränkt wurden. Der
niedrigste Lohn wurde auf 341 US-Dollar/Monat festgesetzt. Die
Grasberg-Mine ist die zweitgrößte Kupfermine der Welt und gehört zum
Bergbaukonzern Freeport-McMoRan. |
23.04.2007
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Würzburg: Streik und Demo bei VDO Gestern
streikten und demonstrierten in Würzburg rund 1.000 Beschäftigte der
ersten und zweiten Schicht des Siemens-VDO-Werks. Siemens will das Werk
verkaufen, um den Teilkonzern VDO fit für den Börsengang zu machen.
"Unser Papa braucht Arbeit und wir eine Zukunft - Marc und Tom" hatten
zwei Jugendliche auf ihr Transparent geschrieben. Die Demonstranten
waren sehr wütend. Einer schrieb auf seinem Plakat: "Pierer, nimm den
Herrn Kleinfeld gleich mit". |
21.04.2007 |
Berlin: Streik gegen Lohnkürzungen an Flughäfen Gestern
morgen führten die Beschäftigten an den Abfertigungsschaltern und der
Gepäckbeförderung auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld einen
dreistündigen Warnstreik durch. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft
Verdi. Die Unternehmen GlobeGround und GroundService International, die
einen Großteil der Flugzeuge abfertigen, wollen aus den geltenden
Tarifverträgen aussteigen und die Löhne um 20% kürzen. |
21.04.2007 |
BRD: Warnstreik in Privater Energiewirtschaft Rund
2.500 Beschäftigte der Privaten Energiewirtschaft im Osten haben am
Freitagmorgen in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt für
zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Die Vereinte
Dienstleistungsgewerkschaft
(ver.di) hatte zum Warnstreik aufgerufen, da der Arbeitgeberverband
Privater
Energieversorgungsunternehmen (AVEU) bislang kein verhandlungsfähiges
Angebot vorgelegt hat. ver.di fordert für die 25.000 Arbeitnehmer und
Auszubildenden in den neuen Bundesländern 6 Prozent mehr Gehalt. Der
Arbeitgeberverband will eine Verlängerung der Arbeitszeit um zwei auf
40 Wochenstunden sowie die Ausweitung befristeter Arbeitsverträge
durchsetzen und bietet eine Erhöhung der Gehälter um lediglich 1,9
Prozent an. |
20.04.2007 |
Belgien: Erfolgreicher Streik bei Ford-Zulieferer Die
Arbeiter des Ford-Zulieferers SML im belgischen Genk haben beschlossen,
ihren am Montag begonnenen selbständigen Streik zu beenden. Die
Arbeiter erhalten 60 Cent mehr Stundenlohn und es werden zusätzliche
Arbeitskräfte eingestellt, um den Arbeitsdruck zu senken. Durch den
Streik, dem sich drei weitere Zulieferer angeschlossen hatten, ist die
Produktion bei Ford Genk zum Stehen gekommen. Sie sollte heute morgen
wieder anlaufen. SML baut Motoren für den Mondeo. |
20.04.2007
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Papua-Neuguinea: Streik in Goldmine Die
rund 2.700 Arbeiter der Grasberg-Goldmine auf Papua-Neuguinea sind in
einen dreitägigen Streik getreten. Sie verlangen höhere Löhne und
bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Jugend. Die größte Goldmine
der Welt gehört zu dem wegen seiner Umweltverbrechen berüchtigten
US-Unternehmen Freeport-McMoRan. |
20.04.2007 |
Indien: Streik der Elektrizitäts- und Transportarbeiter 30.000
Beschäftigte des Unternehmens Brihanmumbai Electric Supply and
Transport (BEST) in der indischen Großstadt Mumbai sind am Donnerstag
um Mitternacht in einen 72-stündigen Streik getreten. Sie verlangen
höhere Tarife und eine Teuerungszulage. Der Streik ist nach Ansicht des
Managements illegal. BEST betreibt in der indischen Großstadt Mumbai
ein Netz von 3.380 Bussen, die am Tag 4,8 Millionen Fahrgäste
befördern. |
20.04.2007 |
Opel Antwerpen: Arbeit wieder aufgenommen Die
Arbeit im Opel-Werk in Antwerpen wurde wieder aufgenommen. Die
Produktion hatte von Dienstag Mittag an über mehrere Schichtwechsel
gestanden. Auch auf der gestrigen Nachtschicht wollte ein Teil der
Kollegen weiter streiken, die Bänder liefen jedoch um Mitternacht
wieder an. Streiks gab es auch bei mehreren Zulieferern, so bei dem
Sitzhersteller Johnson Controls und der Firma Lear. Bei Ford in Genk
kam es infolgedessen zu Produktionsstillständen. |
19.04.2007 |
Tschechien: Streik bei Skoda für 17 Prozent Lohnerhöhung Am
17. April sind die 28.000 Beschäftigten des größten Unternehmens von
Tschechien in den Streik getreten, um 17 Prozent Lohnerhöhung
durchzusetzen (siehe rf-news-Bericht vom 17.4.). Geplant war eigentlich
nur ein Warnstreik von drei Stunden, der dann aber ausgeweitet wurde.
Kein einziges Auto lief an diesem Tag vom Band. Ein Skoda-Arbeiter
bekommt 790 Euro im Monat, während der Gewinn von Skoda auf 400
Millionen stieg. Falls bis Donnerstag, den 19. April keine
befriedigende Zusage der Firmenleitung kommt, will die Belegschaft
erneut streiken. Der Streik steht in einer Reihe mit ähnlichen, meist
erfolgreichen Kämpfen für zweistellige Lohnerhöhungen bei Dacia in
Rumänien, Ford in St. Petersburg und GM-Powertrain in Bielsko-Biala
(Polen). |
19.04.2007 |
Schweden: Bauarbeiter streiken Am
Mittwoch traten 800 Bauarbeiter von 46 schwedischen Baustellen der
Firma Peab in einen landesweiten Streik. Die Bauarbeitergewerkschaft
fordert höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten und will den Streik auf
andere Unternehmen ausweiten, sollten die Forderungen der Bauarbeiter
nicht erfüllt werden. |
19.04.2007 |
Spanien: Generalstreik gegen Delphi-Schließung Am
Mittwoch führten rund 300.000 Arbeiter in der spanischen Provinz Cadiz
einen regionalen Generalstreik durch. Er richtete sich gegen die
beabsichtige Schließung eines Werks des Autoteilezulieferers Delphi in
Puerto Real. Die 1.600 Beschäftigten des Werks streiken seit einem
Monat und haben die Tore blockiert, unter anderem mit Barrikaden aus
brennenden Reifen. |
19.04.2007 |
Iran: Lehrer streiken Sonntag
und Montag blieben in vielen Städten im Iran die meisten Schulen
geschlossen, weil die Lehrer für höhere Löhne und bessere
Arbeitsbedingungen streikten. Schon im letzten Monat hatte es Streiks
gegeben, wobei das Mullah-Regime Hunderte festnehmen ließ. Bis heute
sind immer noch einige inhaftiert, viele internationale Gewerkschaften
haben in Solidaritätserklärungen ihre Freiheit gefordert. |
18.04.2007 |
Indonesien: Streik bei Yamaha Bereits
zum dritten Mal in diesem Monat haben rund 3.000 Arbeiter bei Yamaha
Motors in Jakarta gestreikt und vor der Fabrik demonstriert. Sie
fordern vor allem die Umwandlung ihrer befristeten Verträge in
Festverträge. |
18.04.2007 |
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Tschechien: Skoda-Arbeiter treten in unbefristeten Streik Die
Arbeiter bei der tschechischen VW-Tochter Skoda sind heute morgen in
einen unbefristeten Streik für höhere Löhne und bessere
Arbeitsbedingungen getreten. Letzte Woche hatte die
Skoda-Geschäftsleitung eine Erhöhung von 10 Prozent beim Grundgehalt
angeboten, das war aber vor allem den Arbeitern am Band entschieden zu
wenig. Die Gewerkschaft fordert insgesamt 24 Prozent mehr Lohn. Bei
Skoda arbeiten derzeit 26.000 Menschen. |
17.04.2007 |
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Vietnam: Streik von Textilarbeitern Mehr
als 1.200 Arbeiter der Quinmax-International Comp. in der Provinz Thua
Thien Hue streiken seit Mittwoch für höhere Löhne und bessere
Arbeitsbedingungen. Die Arbeiter fordern neben höheren Löhnen (sie
verdienen nur zwischen 44 und 47,5 US-Dollar/Monat) auch Verbesserungen
bei der Krankenversicherung und Rente. |
14.04.2007 |
Großbritannien: Streik bei Grampian Country Food Gestern
streikten 1.400 Arbeiter bei einem der größten britischen
Lebensmittelproduzenten, Grampian Country Food Group. Der Streik über
höhere Löhne, Pensionen und Arbeitsbedingungen ging über 24 Stunden, in
sechs Werken. Das Unternehmen liefert Fleisch an einige Supermärkte. |
13.04.2007 |
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BRD: Warnstreik des Lufthansa-Kabinen-Personals Wegen
eines Warnstreiks von rund 50 Kabinenbeschäftigten der Deutschen
Lufthansa AG in Frankfurt/Main mussten heute sieben Flüge annulliert
werden. Verdi-Fachgruppenleiter Steffen Kühhirt bezeichnete die Aktion
als "vollen Erfolg". Hintergrund der Streikaktionen ist die Weigerung
der Lufthansa, die in einem Tarifvertrag mit Verdi vereinbarte
Lohnerhöhung von 3,4 Prozent nicht nur den rund 28.000 Beschäftigten am
Boden, sondern auch den rund 14.000 Kabinenbeschäftigten zu zahlen. |
12.04.2007 |
Tschechien: Skoda-Arbeiter bereiten Streik vor Die
Skoda-Autogruppe (gehört zum VW-Konzern) hat 2006 das beste Ergebnis
ihrer Geschichte eingefahren: Das Gesamtergebnis vor Steuern stieg um
41 Prozent auf rund 507 Mio. Euro. Jetzt fordern die Arbeiter auf
dieser Grundlage 24 Prozent mehr Lohn. Der durchschnittliche Lohn liegt
bei 786 Euro. Für kommenden Dienstag wurde ein dreistündiger Streik
angekündigt, wenn in den nächsten Tagen keine Einigung erzielt werde. |
12.04.2007 |
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Telekom: Warnstreiks Heute
hat die Gewerkschaft Verdi an Standorten in Berlin und Niedersachsen zu
Warnstreiks aufgerufen. Rund 1.000 Kollegen aus dem Service-Bereich und
den Callcentern streiken eine ganze Schicht lang. Morgen sollen die
Warnstreiks ausgeweitet werden, dann finden wieder Verhandlungen
zwischen der Telekom und Verdi statt. Es geht gegen erhebliche
Lohnkürzungen und Arbeitszeitverlängerung. |
11.04.2007 |
USA: Streik beim Dosenhersteller Rexam Über
900 Gewerkschafter der USW (United Steel Worker) sind gestern bei dem
Dosenhersteller Rexam in den Streik getreten. Betroffen sind neun Werke
des britischen Konzerns in den USA. Hauptstreitpunkt ist die
Krankenversicherung, die das Unternehmen auf die Arbeiter abwälzen
will. Die Arbeiter hatten zwei Angebote des Unternehmens zu neuen
Tarifverträgen abgelehnt. |
11.04.2007 |
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Argentinien: Lehrer stirbt nach Verletzung durch Polizei Gestern
streikten in Argentinien für einen Tag landesweit nicht nur die Lehrer,
die seit Wochen für höhere Gehälter kämpfen. Der öffentliche Verkehr,
Schulen, Banken und Büro blieben für Stunden geschlossen. Den
Massendemonstrationen in vielen Städten schlossen sich gestern viele
Nichtlehrer an, nachdem bekannt geworden war, dass der Chemielehrer
Carlos Fuentealba gestorben war. Er war vergangene Woche von einem
Tränengasprojektil der Polizei ins Gesicht getroffen worden. Jetzt
fordern die Lehrer den Rücktritt des Gouverneurs der Provinz Neuquen,
Jorge Sorbisch, der den Polizeieinsatz gegen die Lehrerdemo angeordnet
hatte. Sorbisch verteidigte den Polizeieinsatz mit dem Argument, die
Lehrer hätten den Verkehr gestört. |
10.04.2007 |
Irak: Massendemos gegen Besatzung Am
4. Jahrestag des Einmarsches der US-Armee in Bagdad sind in
verschiedenen irakischen Städten Hunderttausende auf die Straße
gegangen und haben den Abzug der Besatzungstruppen gefordert. Die
größte Demonstration fand in Nadschaf mit bis zu 400.000 Beteiligten
statt. Die Demonstranten riefen "Nein zur Besatzung, Nein zu Amerika!" |
10.04.2007 |
Frankreich: Dorf kämpft gegen Abschiebungen Die
Bewohner des Dorfes Montfort in der Bretagne kämpfen mit Petitionen,
Demonstrationen, Picknicks und Konzerten für die Rückkehr von 23
Migranten aus Mali, die Anfang März einfach abgeschoben wurden. Alle 23
Malier waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt, hatten jedoch
keine Papiere. Empört hat die Menschen, wie die Afrikaner von der
Polizei behandelt wurden. 1.500 Einwohner (von 6.500) nahmen an der
Demonstration teil. |
07.04.2007 |
Vietnam: 43 Streiks seit Januar 2007 In
den ersten drei Monaten des Jahres 2007 hat es in Vietnam nach
offiziellen Angaben bereits 43 Streiks gegeben. Gekämpft wird um höhere
Löhne, geringere Arbeitszeiten, Einhaltung der Pausen,
Sozialversicherung. 16 Streiks fanden in Betrieben statt, die
japanischen bzw. südkoreanischen Unternehmen gehören. |
07.04.2007 |
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USA: Streik im Kohlebergbau In
drei Bergwerken der Foundation Coal Holding in Pennsylvania und
Illinois (USA) sind seit gestern 1.250 Bergarbeiter im Streik. Es ist
der erste größte Streik im Kohlebergbau der USA seit 1994. die drei
Zechen fördern zusammen rund 15,4 Millionen Tonnen im Jahr. Der Streik
geht um einen neuen Tarifvertrag für alle drei Zechen. |
05.04.2007 |
Argentinien: Demo von Lehrern Gestern
kam es in Argentinien in verschiedenen Landesteilen zu Demonstrationen
von streikenden Lehrern, die höhere Gehälter fordern. Die angebotene
Erhöhung um 10 Prozent lehnen sie als zu gering ab, da die Inflation
seit zwei Jahren zweistellig ist. Die Polizei ging an mehreren Orten
brutal gegen die Demonstranten vor, mehrere wurden durch Gummigeschosse
schwer verletzt. Deswegen hat die Lehrergewerkschaft für kommenden
Montag zu einem landesweiten Protesttag aufgerufen. |
05.04.2007 |
Potsdam: Warnstreik am Klinikum Gestern
beteiligten sich rund einhundert Beschäftigte des
Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Potsdam an einem Warnstreik für die
Rückkehr des Krankenhauses in die Tarifbindung und die Anhebung der
Gehälter auf Westniveau. Die Streikenden zogen zum Stadthaus und
fragten, warum das Rathaus seinen Beschäftigten Tariflohn zahle, nicht
aber das Klinikum, das der Stadt gehört? Es gab keine Antwort von
Vertretern der Stadt Potsdam. |
05.04.2007 |
Türkei: Protest gegen staatliche Repression In
der türkisch-irakischen Grenzstadt finden seit Anfang der Woche
tägliche Demonstrationen gegen die Verhaftung des mit 70 Prozent der
Stimmen gewählten Bürgermeisters Aydin Budak statt. Um die Tausenden in
Schach zu halten, wurde Militär aus der Umgebung zusammengezogen und in
Cizre der Ausnahmezustand verhängt. Der Staatsapparat wirft Budak vor,
er habe beim kurdischen Newrozfest "Rassenhass" geschürt. Er hatte sich
besorgt über eine mögliche Schwermetallvergiftung des inhaftierten
ehemaligen PKK-Versitzenden Öcalan geäußert. |
05.04.2007 |
Peru: Streik in Metallwerk Doe Run Die
1.700 gewerkschaftlich organisierten Arbeiter im metallurgischen
Betrieb Doe Run Peru in La Oroya sind am Montag unbefristet in den
Streik getreten. Sie fordern einen größeren Anteil an den Gewinnen des
Betriebes, der Kupfer, Blei, Zink und Gold produziert. Der Streik hat
den Betrieb lahm gelegt. Doe Run Co. ist der größte Bleiproduzent in
Nordamerika. |
04.04.2007 |
Brandenburg: Warnstreik im Klinikum Gestern
streikten rund 60 Beschäftigte des Klinikums Brandenburg/Havel sechs
Stunden für die Forderung, dass die Klinik wieder Tariflöhne zahlen
soll. Die Klinik-Leitung weigert sich, den im August abgeschlossenen
Tarifvertrag umzusetzen. Unter anderem geht es dabei um die Angleichung
von Ost- und Westlöhnen. |
04.04.2007 |
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Frankreich: Erneut Streiks bei Airbus
Aus der "Freien Presse Chemnitz" erfährt man heute, daß gestern
tausende französische Airbus-Beschäftigte erneut streikten, um den
Abbbau von 10.000 Stellen noch zu verhindern. Mehr als dieses "Kurz
gemeldet" scheint der FP diese für tausende Menschen existentielle
Frage nicht wert zu sein. |
04.04.2007 |
Paris: Protest gegen "Sans Papiers"-Festnahme
Am Freitag streikten in Paris fast 20 Prozent der Grundschulen gegen
die Praxis des Innenministeriums, Kinder von illegalen Einwanderern mit
Polizeirazzien aus den Schulen zu zerren. Eltern, Lehrer, Aktivisten
organisieren inzwischen Wachen vor den Schulen, um dieses Vorgehen zu
verhindern. 2.000 Menschen folgten am Freitag dem Aufruf verschiedener
Gewerkschaften und demonstrierten vor dem Bildungsministerium gegen die
Methode, die Kinder aus den Schulen ins Abschiebezentrum zu
verschleppen. |
03.04.2007 |
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Dänemark: Demo für Erhalt von Christiana
Tausende haben am Samstag in Kopenhagen für den Erhalt der alternativen
Wohnsiedlung Christiana demonstriert. Die jugendlichen Demonstranten
forderten außerdem die Einrichtung eines Jugendzentrums als Ersatz für
das im März abgerissene alternative Jugendzentrum Ungdomhuset. Die
Demonstration führte vor das Parlament. Begleitet wurde sie von
Mitgliedern der Organisation "Eltern gegen Polizeigewalt", um
Zusammenstöße mit der Polizei zu vermeiden. |
02.04.2007 |