Radikalisierung der Rechten in der Schweiz
Up to Antifa
erstellt von Anna Göldin
zuletzt verändert:
06.09.2007 15:19
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Anna Göldin
06.09.2007 10:38
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Seit dem 1. August sind in der Schweiz 5 Spreng- und
Brandsatzattentate ausgeübt worden, die eine rechtsextreme Täterschaft
vermuten lassen.
Der erste Sprengsatz detonierte am 1. August, dem Schweizer
Nationalfeiertag auf dem Rütli. Nach Naziaufmärschen in den letzten
Jahren, wollten die VeranstalterInnen keine Rechtsextremen mehr zur
Bundesfeier lassen. -> Bericht im Tagesanzeiger
Nur drei Tage später, konnte ein Brandbombenanschlag aufs Antifa-Festival in Bern knapp verhindert werden. -> Bericht auf Indymedia
Darauf folgten am 3. September drei Anschläge auf Politiker die eng mit der Rütli-Feier in Zusammenhang stehen.
-> Bericht in der neuen Zürcher Zeitung
Auffällig ist, dass die Bundesanwaltschaft in allen Fällen
ermittelt, bis auf jenen aufs Antifa-Festival. Dies mit der Begründung,
dass es sich bei der Brandbombe um keinen Sprengstoff handle. Nichts
desto trotz wird der Anschlag in der Pressemitteilung der Polizei und
dadurch auch in den meisten bürgerlichen Medien als "Abbrennen eines
Rucksacks" heruntergespielt. Und das, obwohl der Brand mit einem
Durchmesser von 9 Metern in der mit bis zu 1500 Menschen gefüllten
Konzerthalle, eine Massenpanik ausgelöst und zweifellos zahlreiche
Menschen schwer verletzt oder gar getötet hätte, wäre der Rucksack
nicht durch etwas Glück und gute Organisation entdeckt worden. -> Stellungnahmen und Pressecommuniqués der Antifa Bern
Diese Anschläge sind als Teil einer Entwicklung zu sehen die die ganze Recht betrifft.
Die
rechtspopulistische Schweizerische Volks Partei (SVP) sorgt mit der
rassistischen Wahlkampfkampagne für Aufsehen, ein Millionenschweres
Werbebudget wurde eingesetzt, um Plakate, Inserate und Wahlvideos zu
produzieren. Mittlerweile wurde gegen ein Video geklagt, da Bieler
Jugendliche unter Vortäuschung flascher tatsachen für den Film geködert
wurden. Aufgrund der Plakate forderte der UNO-Sonderberichterstatter
für Rassismusfragen eine Stellungnahme und im Aargau gab es eine
Anzeige gegen einen Nationalratskandidat. -> Kritik an der SVP auf news.ch
Währenddessen organisiert der Schweizer Demokrat (SD) Roland Wagner
im Aargau Schiessübungen für deutsche Neonazis der Freien Nationalisten
Rhein-Main -> Ein Artikel in der Jungen Welt
In diesem Klima scheint sich Thor Steinar Gründer Axel Kopelke sher wohl zu fühlen und zieht kurzerhand in die Schweiz. -> Ein Text dazu auf Indymedia
Aktuell brilliert SVP-Bundesrat Christoph Blocher in den Medien. Massive Kompetenzüberschreitungen und Nichtbeachtung der Gewaltenteilung werden ihm vorgeworfen. Nichtsdesto trotz gelingt es der SVP durch die geschickte Geheimplan-gegen-Blocher-Inseratekampagne Blocher als Opfer einer Intrige der Linken und Bösen darzustellen.
-> Bericht im Tagesanzeiger
-> Bericht in der WoZ