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Dokumentation: Anti-G8: Kochkollektiv Rampenplan in Not

by fdaadmin last modified 2007-06-30 02:54

Block G8 und andere Aktionen um Heiligendamm waren ein großer Erfolg, der sicher weltweit ausstrahlen wird. Es zeigt sich wieder: Widerstand ist nicht umsonst! Leider kostet er aber auch Geld. Das Kochkollektiv Rampenplan ist in finanzielle Not geraten und bittet dringend um Spenden.

Das holländische Kochkollektiv Rampenplan kennen viele vielleicht schon vom Castor-Widerstand im Wendland. Sie sind eine der besten veganen Volksküchen in Europa, wahrscheinlich weltweit. Was sie aus den angekauften und gespendeten Lebensmitteln zaubern, ist immer wieder ein Genuss.

Beim Anti-G8-Protest haben die Köche und Köchinnen von Rampenplan verstärkt durch das Kochkollektiv Kokkerellen über eine Woche täglich bis zu 5.000 Essen im Camp Rostock ausgegeben. Zusätzlich haben sie während der zweitägigen Blockaden der Kampagne Block-G8 zusammen mit anderen Voküs auch die verschiedenen Blockadepunkte mit Essen versorgt.

Die jetzt bei Rampenplan in Rostock aufgelaufene Schulden sind existenzgefährdend. Nach Zeitungsmeldungen hat Rampenplan zur Zeit 30.000 Euro Schulden insbesondere bei Biobauern.

Wie wichtig gutes und leckeres Essen gerade bei Aktionen ist, wissen alle, die schon mal länger an Blockaden, Camps usw. teilgenommen haben!
Also, wenn ihr über regelmäßiges Einkommen verfügt, unterstützt Rampenplan bitte mit einer großzügigen Spende!

SPENDENKONTO:
Gaarkeuken Den Troag / Konto-Nr.: 5402176018
Raiffeisenbank Selfkant (D) / BLZ 37069354


Aus einer Selbstdarstellung der „Federatie Kollektief Rampenplan“:

"Kochen:
Vegetarisch und mit Produkten aus kontrolliert biologischen Anbau. Unserer Meinung nach kann Mensch nicht Aktionen gegen eine ungerechte Weltordnung, Militarismus, Atomenergie sowie die Verwüstung und Ausbeutung der Erde machen und gleichzeitig Fleisch essen. Der Fleischkonsum ist nicht nur Ursache für viele Wohlstandskrankheiten, sondern auch für Hungersnöte, Umweltverschmutzung und Energieverschwendung. Es ist nicht möglich, Dinge wie Fleischkonsum, Bioindustrie, die Vernichtung der Regenwälder und die Gewinnsucht multinationaler Konzerne getrennt voneinander zu bekämpfen. Sie sind eng miteinander verbunden.

Freiwillig:
Wir nehmen kein Geld für unseren Arbeit. Wir sind prinzipiell für eine Entkoppelung von Arbeit und Einkommen. Wir wollen, dafür sorgen, dass das Geld in der linken Bewegung bleibt und dass neue Initiativen unterstützt werden können.

Ohne Einweggeschirr:
Wir haben Geschirr aus Edelstahl, Becher aus bruchsicherem Kunststoff und Teller aus Emaille. Das heißt: "Spülen statt Müll!"

Gegen Selbstkostenpreis/Spende:
Niemand soll bei uns kein Essen bekommen, weil er/sie kein Geld hat. Aber unsere Einkäufe, Fahrtkosten, die Ausrüstung und die Vorbereitungen müssen auch bezahlt werden. Nur die wenigsten Waren sind gespendet."

 http://www.kollektieframpenplan.nl //  http://www.kokkerellen.org //  http://www.block-G8.org
  http://www.X-tausenmalquer.de

UPDATE
Entgegen anderslautender Meldungen ist das finanzielle Ergebnis der Anti-G8-Volxküchen ausgeglichen.


Aufgrund der großen Spendenbereitschaft auf den Anti-G8-Camps und auf den Blockaden konnten sogar Überschüsse erzielt werden, die für die Repressionskosten der Anti-G8 Mobilisierung verwendet und an das Legal Team weitergeleitet werden.

Nach einer Meldung in der tageszeitung (taz) vom 12.06.2007 sollte den beteiligten Volxküchen einen Verlust von 15.000 Euro entstanden sein. Diese Zahlen basierten jedoch nur auf der vorläufigen Einschätzung einiger Voküs am letzten Camp-Tag, die nach umfangreichen Berechnungen der VoKü-Finanz-Koordinationsgruppe nun endlich dementiert werden können und müssen.

Wir bedauern den dadurch ausgelösten Eindruck, dass das Prinzip der Volxküche auf Spendenbasis nicht kostendeckend funktionieren könne. Es zeigt sich vielmehr, dass es auch über einen längeren Zeitraum möglich ist, selbstorganisiert leckeres veganes und teilweise vegetarisches Essen aus ökologischem Anbau für eine große Anzahl Menschen zuzubereiten und gegen Spende zu verteilen.

Ohne die vielen Helfer_innen und Spender_innen wäre das nicht möglich gewesen. Uns freute besonders das eigenverantwortliche Spendensammeln auf den Blockaden, was als ein Zeugnis funktionierender Selbstorganisation gelten kann. Genauso super fanden wir auch den verantwortlichen Umgang mit dem Vokü-Geschirr und Besteck, das immer wieder seinen Weg in die Küche zurück fand.

Als Teil der autonomen Protest-Camps bedanken wir uns bei allen, die diese beeindruckende Infrastruktur mit aufgebaut haben und damit eine Organisationsphilosophie die auf Dezentralisierung und Autonomie aufgebaut ist aktiv verwirklicht haben.

Die Camp-und Blockade Volxküchen wurden insgesamt von fast 20 verschiedenen Küchen-Kollektiven organisiert.

Hier eine - unvollständige - Liste:

CC Kitchen
Do It Yourself Kitchen (Freiburg)
Elezozo
Le Sabot - Netherlands
Anarchist Teapot - UK
Kesselberg Vokü (bei Berlin)
Ost - Sächsische Volxküche
Küche X
Queer Vokü
Berlin G8 Vokü/ Food for Action
Hannover Vokü
Wendland/Oldenburg Vokü
Rampenplan - Netherlands
Kokerellen - Belgium
RAF (Revolutianair Art Force) - France
Schleswig-Holstein-VoKü
Marburg Mobile Suppenküche
Weimaer VoKü
Sani Vokü

Bildet Banden, bildet autonome Volxküchen - Free Food for the Revolution - in Heiligendamm and everywhere.
Le Sabot:  http://www.lesabot.org/
Anarchist Teapot:  http://www.eco-action.org/teapot/index.html
Food for Action:  http://www.food4action.de/
Mobile Volxküche:  http://www.volxkueche.de.vu/
Rampenplan:  http://www.kollektieframpenplan.nl/
Kokkerellen:  http://www.kokkerellen.org/

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