Libertäre Gruppe Düsseldorf - Forum deutschsprachiger AnarchistInnen/IFA
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zuletzt aktualisiert am 17.01.2008 |
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Etwas Besseres als Staat und Kapital findest du überall
Wir leben in Zeiten vermehrter Kriege, und einer durch die Herrschenden ständig
gesteigerten Ausbeutung von Mensch und Natur. Einher geht dies mit
verschärfter Entrechtung des Individuums, der schrittweisen Abschaffung
der wenigen individuellen Freiheiten und zunehmender Überwachung durch
die Institution Staat. In diesen Zeiten ist es notwendig, eine
Alternative zum herrschenden Chaos aufzuzeigen und sich zu wehren.
Notwendig ist der Kampf gegen die antisoziale und unfreiheitliche
Herrschaft des Menschen über den Menschen.
Die Zukunft des Menschen kann nicht in seiner
Unterordnung unter ein kapitalistisches oder staatskapitalistisches
System der Unfreiheit und Ungleichheit liegen. Oder einer sonstig
gearteten Form von Obrigkeit.
Das staatliche und kapitalistische System ist
nicht am Menschen orientiert, es muss niedergerissen werden. Sein
hierarchiches Räderwerk dient einzig und allein der Knechtschaft des
Menschen.
Nicht so weiter eine andere Philosophie
Die Alternative
besteht in einem libertären Sozialismus, welcher den Geist der
Basisdemokratie und der Räte atmet. Bestehende Kooperative und
Kollektive, diese Inseln der Freiheit und Gleichheit, vermögen es
alleine nicht, die herrschend Unordnung zu gefährden. Solche libertären
Projekte lassen sich jedoch mit der Durchdringung der Arbeiterbewegung
durch den sozialen Anarchismus vereinbaren.
Die revolutionäre anarchistische Philosophie
und Aktion haben die Befreiung des Individuums und die
Gleichberechtigung der Menschheit als Ganzes zum Ziel. Die Ablehnung der
real bestehenden Kultur, welche Ausdruck der Werte der herrschenden
Klasse ist, deren autoritäre und repressive Strukturen, sind ebenso
Schwerpunkte des Kampfes um Selbstbestimmung und Befreiung.
Das Selektionssystem Schule, welches die Jugend der herrschenden Kaste
bevorteiligt, dient dazu, die Jugend der unteren gesellschaftlichen
Klassen reif für hierarchiche Produktionsabläufe zu machen. Über
den Umweg von Familie und Schule umfängt die Gesellschaft das Inviduum,
um ihm das Prinzip des Gehorsams einzutrichtern. Das Ergebnis sind gut
funktionierende Untertanen am Arbeitsplatz und beim Militär.
Deshalb ist es mehr als notwendig,
Initiativen des radikalen Kampfes und des Widerstandes gegen die
Funktionen und die Strukturen der Schule zu fördern und deren
ideologische Inhalte zurückzuweisen. Die Entwicklung einer speziell
anarchistischen Kultur muss entwickelt werden.
Die Revolte der Frauen ist
ein bedeutender Teil des libertären Potentials der Protestbewegungen.
Wegen der doppelten Unterdrückung, der die Frauen in dieser Gesellschaft
ausgesetzt sind, ist es notwendig, die Frauenfeindlichkeit des
Herrschaftssystems herauszustellen:
dies sind vor allem das Patriarchat und seine
Folgeerscheinungen. In der gesellschaftlichen Realität sind
frauenspezifische Probleme nicht zweitrangig, in ihr sind Frauen nicht
frei.
Mit Ausnahme der AnarchosyndikalistInnen, hat sich die
jetzt real-existierende sogenannte "Gewerkschaftsbewegung" in eine
systemintegrierende, die kapitalistischen Ausbeuterordnung stützende
Struktur verwandelt. Dabei gibt es in verschiedenen Ländern verschiedene
Modelle.
In der BRD ist es ein kombiniertes Modell, das Teil des kapitalistischen Systems
und des Staates ist, und politische Parteien (vor allem SPD und CDU)
unterstützt. Es ist daher notwendig, Alternativen zu bestehenden,
das Herrschaftssystem stützende "Gewerkschafts"organisationen, zu
unterstützen. Die offiziellen "Gewerkschaften" dienen nämlich nicht der
Befreiung der Menschen, sondern deren Knebelung.
Undogmatisch, antiautoritär - revolutionär
Die Gründung einer libertären FdA-Gruppe im Raum Düsseldorf soll oben genannte Ziele befördern helfen, Realität zu werden. Nicht etwa nur in versteckten Hinterzimmern, bei Punsch und Zigarrettenrauch, soll ein weiterer linker Diskussionszirkel zustande kommen. Theorie und Praxis anarchistischer Zielsetzung sollen stattdessen zum Tragen kommen und im öffentlichen Raum zu wirken beginnen.

