und hier sind sie.....
Was ist eigentlich Anarcho-Syndikalismus? oder die FAU-IAA stellt sich vor!
Jeder
von uns hat die Formel "Ein Angriff auf eine von uns ist ein Angriff
auf alle!" schon mal gehört. Und ebenso haben wir alle schon oft die
Phrase von der "Solidarität" vernommen. Aber was könnte die wirkliche,
praktische Bedeutung dieser und noch ein paar anderer bekannter
sozialistischer Schlagworte aus der ArbeiterInnenbewegung sein?
Rudolf
Mühland geht diesen und anderen Fragen nach und gibt dabei einen
kleinen historischen Überblick über die Wurzeln des
Anarcho-Syndikalismus und seine Entwicklung vom 19 bis zum 21
Jahrhundert. Dabei legt er einen Schwerpunkt auf die heutige Freie
ArbeiterInnen Union (FAU-IAA) und ihre aktuelle Situation. So wichtigen
Fragen wie:
* Wie sind die Menschen innerhalb der FAU organisiert?
* Welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Ziele verfolgt die FAU?
* Wer kann mitmachen?
oder auch
* Wie steht die FAU zur Bertiebsratsfrage?
* Wie steht die FAU zu Tarifverträgen?
und
viele andere Fragen mehr werden angesprochen. Nach dem Vortrag mit
Präsentation bleibt Zeit die aufgeworfenen Thesen zu diskutieren und
weiterführende Probleme zu erörtern.
Anarchie und Strafe - zur Zukunft des Knastsystems in der Anarchie
"Freiheit für alle Gefangenen" ist sicherlich ein Slogan den alle politischen AktivistInnen kennen. Für die ArbeiterInnenewegung und speziell für die Anarcho-SyndikalistInnen war diese Parole immer mehr als nur ein Schalgwort. Seit beginn der anarchistischen Bewegung und darüber hinaus noch in jeder Revolution haben die Menschen "ihre" Gefangenen immer wieder befreit oder sich sonst wie für die Befreiung eingesetzt. ABER was sagen AnarchistInnen zur Rolle der Gefängnisse in einer anarchistischen Zukunft? Wird es keine "Verbrechen" mehr geben? Werden die Menschen in totaler Harmonie miteinander leben? Und wenn es doch noch "Verbrechen" gibt, wie werden die Menschen damit umgehen? Welche gesellschaftlichen Lösungen schweben den AnarchistInnen vor? Der Vortrag wird einen Streifzug durch die Jahrhunderte über den gesamten Globus unternehmen und die Lösungsvorschläge in Theorie und Praxis der AnarchistInnen (nicht nur!!) beleuchtet.Anarchistische Strömungen und Utopien
Der Anarchismus hat viele Wurzeln und im laufe der Geschichte kamen viele “neue” Wurzeln hinzu. Obwohl sich alle AnarchistInnen in zwei Punkten einig sind, nämlich der Ablehnung jeder Form der Herrschaft des Menschen über den Menschen UND der Ablehnung jeder Form der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, gibt es jedoch kaum Einigkeit darüber wie die bestehende Gesellschaft transformiert werden soll. Praktisch und philosophische Fragen haben sehr früh dazu geführt das sich verschiedene anarchistische “Schulen” gebildet haben. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über die anarchistischen Strömungen, ihre Utopien und ihre Ideen zur Transformation der Gesellschaft.
AnarchistInnen gegen Hitler
Im offizielen Gedenken an den Widerstand gegen den Faschismus werden wir zunehmend einseitig an die Offiziere des 20.Juli erinnert. Innerhalb der "Linken" erinnert man sich auch des Widerstandes aus sozialemokratischen, zentralgewerkschaftlichen und vor allem kommunistischen Kreisen. Was ist aber mit den AnarchistInnen und SyndikalistInnen? Haben sie Widerstand geleistet? Wenn, ja, was war ihre Motivation? Wie waren sie Organisiert? Wer hat sich an diesem Widerstand beteiligt? Wie ist dieser Widerstand zu bewerten? Was hat er gebracht? Diesen und noch einigen anderen Fragen mehr werden wir in den Vortrag nachgehen. Hinterher bleibt noch genug Zeit weitere Fragen zu stellen und über die dargestellten Thesen zu diskutieren.
Zur Aktualität anarchistischer Theorie und Praxis
Obwohl Leo Trozki die anarchistische Bewegung schon in den 1920’ern "auf dem Misthaufen der Geschichte" gesehen hat, ist diese Bewegung noch heute Weltweit vorhanden. Was macht eine Idee, die vor über 150 Jahren das Licht der Öfentlichkeit erblickte noch heute aktraktiv? Welche Ideen liegen heutiger anarchistischer Praxis zu Grunde? Und vor allem: warum sollten uns heute die alten Träume der AnarchistInnen noch interessieren? Der Vortrag versucht auf Grundlage der heutigen Gesellschaft die Aktualität des Anarchismus und der anarchistischen Bewegung in seiner Theorie und besonders an Hand seiner Praxis zu verdeutlichen.Geschichte des Anarchismus auf Kuba
Ein gern verschwiegener schwarz-roter Faden zieht sich durch die Geschichte Kubas.Rudolf Mühland hat das Vorwort zur Erstausgabe des Buches "Anarchismus auf Kuba" von Frank Fernandez geschrieben. Der Autor Frank Fernández hat mit diesem Buch diese Geschichte neu aufgerollt. Er spannt den Bogen von der Zeit der spanischen Kolonial- herrschaft bis hin zu dem heutigen Castro-Regime (2003!). Fernández zeichnet das Bild einer wechsel- vollen Geschichte der libertären kubanischen Bewegung, die oft in den diversen politischen Strömungen unterzugehen drohte. Die Unabhängigkeitsbewegungen (Loslösung von Spanien) mit ihrem Patriotismus wie auch die späteren Diktaturen von Machado und Batista konnten sie nicht klein kriegen. Das besorgte in den fünfziger Jahren erst das Regime von Castro. Rudolf Mühland hat das Vorwort zur deutschsprachigen Erstausgabe geschrieben und wird in einem Referat die geschichte des kubanischen Anarchismus/Anarcho- Syndikalismus erläutern. Neben dem Text von Frank Fernandez wrden auch auch intime Freunde des movimiento libertario cubano (MLC), wie Augustin Souchy (der sich auf Einladung Fidel Castros auf Kuba befand!) und Sam Dolgof zitieren. Dieses Buch sei daher vor allen auch den Leuten ans Herz gelegt, die immer noch ein romantisierendes Bild eines kubanischen „Sozialismus“ mit den marxistisch-leninistischen Galionsfiguren Che Guevarra und Castro pflegen. - In diesem Sinne: „Kill your Idols“.
Was ist eigentlich Anarchie?
Rudolf Mühland geht der Frage nach was Anarchie ist und welche Antworten sie für die Probleme Heute und in der Zukunft liefern kann anhand konkreter Beispiele aus dem Alltag nach. Welchen Sinn macht es zum Beispiel für Studierende sich in sogenannten Bildungssyndikaten selbst zu organisieren? Sind Studierende auch ArbeiterInnen? Und wenn ja, sollten sie in einer Gewerkschaft sein? Welche Möglichkeiten der Organisation schlägte "der Anarchismus" auf sozialer, kultureller und ökonomischer Ebene vor? Wie organisieren sich AnarchistInnen schon heute und wie stellen sie sich die Transformation der Gesellschaft vor? Dies sind einige der Fragen die er in seinem Vortrag nachgehen wird. Insgesamt legt R. Mühland in seinem Vortrag einen Schwerpunkt auf die Makrostrukturen unserer Gesellschaft.Anschließend bleibt noch Raum für eine eingehnde Diskussion der aufgestellten Thesen.
Revolution in Deutschland?! - Die ArbeiterInnenbewegung der Weimarer Republik
Wir wollen uns auf die Spuren der ArbeiterInnenbewegung der Weimarer Republik begeben. Die Zeitreise beginnt am Ende des Ersten Weltkriegs und der Frage nach der gescheiterten “Revolution” der ArbeiterInnen in Deutschland. Weiter geht es über die Kämpfe des März 1920 als die ArbeiterInnenbewegung mit einem Generalstreik und der Aufstellung einer Roten Armee den Putsch der rechte Freikorps entgegentritt. Schließlich erleben wir die Endphase der Weimarer Republik und den Kampf gegen den aufkommenden Faschismus. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufstieg und Niedergang der Radikalen Linken, sowie den Schwierigkeiten und Fehlern im antifaschistischen Kampf. Schließlich soll die Frage diskutiert werden, was diese historischen Erfahrungen für uns bedeuten in einer Zeit, in der es in Deutschland keine medial wahrgenommene radikale ArbeiterInnenbewegung mehr gibt.Europas neue Kriege
Buchvorstellung mit Ismail Küpeli und Rudolf Mühland (Autoren) - Wir erleben immer wieder, wie Kriege als legitim, ja sogar als notwendig dargestellt werden. Die Gründe sind vielfältig – und nicht immer einfach zu durchschauen.Neben der Legitimierung einzelner konkreter Kriege muss als Teil der geistigen Mobilmachung auch der Krieg als solcher denkbar gemacht werden. Diese Denkbarmachung des Krieges läuft – vielfach unbeachtet von Kriegsgegnern – in wissenschaftlichen Diskursen der Universitäten und Think-Tanks. Politikwissenschaftler entwerfen Thesen, Theorien und Prognosen. Sie liefern Gefahreneinschätzungen für die Politiker, die darauf aufbauend Entscheidungen treffen.
In der Buchvorstellung soll neben der Kritik der wissenschaftlichen Denkbarmachung des Krieges auch versucht werden, eine allgemeine Position gegen den Krieg zu formulieren und gemeinsam zu diskutieren, was wir gegen Kriege tun können.
März 1920 "Die vergessene Revolution"
„Am 13. März putschte Kapp gegen die Reichsregierung in Berlin. Am 15. März begann der eiligst ausgerufene Generalstreik. Bis zum 29. März traten allein im Ruhrgebiet mehr als 330.000 Arbeiter und Arbeiterinnen in den Streik. Eben diese ArbeiterInnen bildeten in den Städten spontan die sogenannten Arbeiterwehren. Außerdem organisierten sich 80. - 120.000 Menschen ebenso spontan in der „Roten Ruhr Armee“. Hinter der Front passierte aber noch viel mehr, und genau darum soll es in dieser Veranstaltung gehen. Anhand eines PowerPoint unterstützten Vortrages rufe ich den März 1920, die Akteure auf allen Seiten und die "vergessene Revolution" wieder in unsere Erinnerung. Nach dem Vortrag stehe ich Autoren noch zu einer offenen Diskussion zur Verfügung.Antisemitismus in der BRD
In diesem Vortrag beschäftige ich mich Einführend mit dem Antisemitismus in Deutschland. Allerdings ist der Antisemitismus kein "Deutsches Phänomen", sondern eine besondere Form des Rassismus die weltweit verbreitet ist.Zu Beginn stelle ich die verschiedenen historischen Quellen des Antisemitismus dar. Dabei spare ich den vorchristlichen ("heidnischen") Judenhass aus. Der christliche Judenhass wird aber ebenso dargestellt wie der mittelalterliche, der moderne Antisemitismus, der nazionalsozialistische und der nach-Shoa-Antisemitismus. Ein kleiner Exkurs soll Eckpunkte vermitteln, die helfen können zu erkennen wo die Grenze zwischen Israelkritik, Kritik an der jüdischen Nationalbewegung, dem Zionismus und dem Antisemitismus liegen. Dabei sind die Grenzen oft fließend.
Ein weitere Schwerpunkt ist der Versuch gegen allzuleichte Antworten anzugehen. So wird seit 2001 vermehrt der Eindruck erweckt, als sei der Antisemitismus in Europa ein Konflikt zwischen Minderheiten. Auf diese Art und Weise wird faktisch die eine Minderheit (europäische Muslime) gegen die andere Minderheit (europäische Juden) ausgespielt, und das obwohl es ernsthafte Versuche beider Minderheit gibt, sich gemeinsam gegen Rassismus zu positionieren. (Ultra-)Konservative, (neo-)nazistische Organisationen werden dadurch nur in ihren Bemühungen rassistische Zwietracht zu fördern bestärkt. Tatsächlich sind die einzelstaatlichen Befunde in Europa sehr unterschiedlich. Während es zum Beispiel in Frankreich eine feststellbare Verschiebung von der "traditionellen rechten Gewalt" gegen Juden, hin zu einer Beteiligung vorwiegend junger männlicher Muslime gab, sind die Täter in den Niederlanden zu 80% "weiß".
Tagesseminare:
Einführung in das (kollektive) Arbeitsrecht
In der Linken ist die Arbeiterklasse schon lange kein Thema mehr. Erst in der neuesten Zeit wenden sich wieder vermehrt Menschen der "sozialen Frage" zu. Dabei stoßen sie unweigerlich auf Gewerkschaften und ihre Kampfformen. Kaum einer weiß jedoch die rechtliche Situation, in deren Rahmen die reformistischen, gelben und auch revolutionären Gewerkschaften agieren, ein zu schätzen.Das Tagesseminar beschäftigt sich einführend mit dem sogenannten "Kollektiven Arbeitsrecht". Dabei wird insbesondere der Frage nach geangen "Was ist das Arbeitsrecht", wo und wie ist es geregelt und welche Rangfolgen haben die Rechtsquellen. Des weiteren wird ein Überblick über das Tarifvertragsrecht und das Arbeitskampfrecht gegeben. In diesem Zusammenhang werden Begriffe wie Gewerkschaft und Betriebsgruppe erläutert. Besondere Erwähnung finden sogenannte JoberInnen und LeiharbeiterInnen. Zum besseren verständnis gibt es einen kleinen Überblick über die Geschichte des Streikrechts und die Entstehung heutiger (kollektiver) arbeitsrechtlicher Rechtsprechung. Das ganze wird immer unter der Perspektive realer und revolutionärer Gewerkschaftsarbeit geschildert. Während des Seminars gibt es immer wieder Gelegenheit einzelne Punkte ausführlicher zu diskutieren. Folgeseminare zu Spezialthemen (zum Beispiel Betriebsverfassungsgesetz usw) sind möglich.
Revolution in Deutschland?! - Die ArbeiterInnenbewegung der Weimarer Republik
Wir wollen uns auf die Spuren der ArbeiterInnenbewegung der Weimarer Republik begeben. Die Zeitreise beginnt am Ende des Ersten Weltkriegs und der Frage nach der gescheiterten “Revolution” der ArbeiterInnen in Deutschland. Weiter geht es über die Kämpfe des März 1920 als die ArbeiterInnenbewegung mit einem Generalstreik und der Aufstellung einer Roten Armee den Putsch der rechte Freikorps entgegentritt. Schließlich erleben wir die Endphase der Weimarer Republik und den Kampf gegen den aufkommenden Faschismus. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufstieg und Niedergang der Radikalen Linken, sowie den Schwierigkeiten und Fehlern im antifaschistischen Kampf. Schließlich soll die Frage diskutiert werden, was diese historischen Erfahrungen für uns bedeuten in einer Zeit, in der es in Deutschland keine medial wahrgenommene radikale ArbeiterInnenbewegung mehr gibt.Film & Diskussion:
Why Men Don't Speak about Their Penisses
Eine Doku mit Männer, Männer* die vorher Frauen waren und Frauen* die vorher Männer waren, mit nackten Männern, mit angezogenen Männer, mit Männern die ihren Penis zeigen und Männern die ihren Penisverstecken und Männern von denen man sich nicht sicher ist ob sie einen Penis haben. Diese Veranstaltung ist offen für alle Menschen, egal welchem Geschlecht sie sich selbst zurechen (wenn sie das denn überhaut tun), zu welchen Geschlechtern sie sich hingezogen fühlen und frei ab 12 Jahren.Anschließend offene Diskussion.
*das ist rein organisch gemeint
Buchbinder und Anarchist - Das Leben von Rudolf Rocker
Der
Dokumentarfilm ist eine Spurensuche anhand der Lebensstationen von
Rudolf Rocker. Dieser wurde 1873 in Mainz geboren. 20 Jahre später
emigrierte er nach London wo er sich nicht nur der radikalen,
jiddischen, Arbeiterbewegung anschloß, sondern auch seine
Lebensgefährtin Milly Witkop kennen lernte. Während des ersten
Weltkriegs wurde er als "Alien Enemy" interniert. 1919 kehrt er
zusammen mit Milly nach Deutschland zurück und wird hier zur treiben
Kraft des entstehenden Anarcho-Syndikalismus. 1922 war er maßgeblich an
der Gründung der anarcho-syndikalistischen "Internationalen
ArbeiterInnen-Assoziation beteiligt. Nach vergeblichem Kampf gegen die
Nazis gelang ihm 1933 die Flucht in die USA, wo er bis zu seinem Tode
1958 aktiv blieb und sowohl die Revolution in Spanien als auch die
Reorganisation der "Freiheitlichen SozialistInnen" ab 1945 in
Deutschland unterstützte.
Nach dem Film wird Rudolf Mühland einige
zusätzliche Informationen geben und versuchen die enstandenen Fragen zu
beantworten. Er steht auch einer generellen Diskussion über die
aufgestellten Thesen zur Verfügung.
Vivir la Utopia
Der Dokumentarfilm Vivir la utopía! - Die Utopie leben! gibt einen Überblick über die Geschichte der anarchistischen Bewegung Spaniens seit dem 19.Jahrhundert bis zu ihrem Höhepunkt, der spanischen revolution im Jahre 1936:Die Gründung der anarchosyndikalistischen Gewerschaft CNT-AIT (Confedération Nacional del Trabajo) und der FAI (Federación Anarquista Ibérica), die Rolle von Kultur und Erziehung (Modernes Schulwesen nach F. Ferrer), die Vielfalt der Ideen und Aktivitäten im Vorfeld der Zweiten Republik, den Staatsstreich der Militärs, der sowohl einen Bürgerkrieg als auch eine Soziale Revolution auslöste, und insbesondere die Einrichtung und das Funktionieren der Kollektivbetriebe in den ländlichen und städtischen Gebieten. Das republikanische Spanien wurde von den Franco-Faschisten mit militärischer Hilfe der italienischen und deutschen Faschisten bekämpft; die westlichen "Demokratien" leisteten keine Hilfe, und die Stalinisten verrieten und bekämpften die soziale Revolution. Der Film zeigt die zuwenig bekannte konstruktive Seite der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, durch die einfachen ArbeiterInnen und BäuerInnen im republikanischen Teil Spaniens. ZeitzeugInnen aus den Reihen der AnarchistInnen berichten u.a. über das konstruktive Werk des "Anarchismus in Aktion" während der Sozialen Revolution, dies bedeutete: Auf dem Lande bilden etwa 7 Millionen Bäuerinnen und Bauern Kollektive, in den Städten werden etwa 3000 Fabriken und Produktionsbetriebe in Selbstverwaltung der Arbeiter-innen überführt, circa 150 000 Anarchist-innen schließen sich den Milizkolonnen im Kampf gegen den Faschismus an. Gesprächspartner sind 30 Überlebende, viele kamen aus dem Exil in Frankreich, Kanada, Mexiko und Venezuela, um Zeugnis abzulegen über das größte sozialrevolutionäre Experiment in der Menschheitsgeschichte!
Nach dem Film wird Rudolf Mühland einige zusätzliche Informationen geben und versuchen die enstandenen Fragen zu beantworten. Er steht auch einer generellen Diskussion über die aufgestellten Thesen zur Verfügung.
Tierra y Libertad / Land and Freedom
1936
die Revolution in Spanien hat gerade angefangen und über all auf der
Welt versuchen Militante die ArbeiterInnen über den Charakter der
Ereignisse auf zu klären. Nach einer Filmvorführung entschließt sich
der arbeitslose Kommunist David Carr nach Spanien zu gehen und seinen
Traum einer sozialistischen Welt mit der Waffe in der Hand gegen die
faschistische Bedrohung zu verteidigen.
In Spanien angekommen
schließt er sich eher zufällig einer Internationalen Brigade der POUM
(ein undogmatischen marxistischen Partei) an. Die Revolution ist jedoch
schon bald keine mehr. Das Authoritätsprinzip gewinnt wieder die
oberhand und die Stalinisten tun alles um die Errungenschaften der
ArbeiterInnen zurück zu drängen. Auf diesem Hintergrund spielt sich die
Liebesgeschichte von David und Blanka ab. Sie wird auf dem Höhepunkt
der Reaktion von den Stalinisten erschossen - die Revolution ist nun
endgültig vorbei. Der Film genügt sich aber nicht in der Darstellung
der Liebesgeschichte oder Kämpfe. Nein, er gibt auch einen beredten
Eindruck in die Struktur der Miliz, die Umgestalltung der Gesellschaft
nach anarchistischen Prinzipien und die Mechanismen des "Verrates"
durch die Partei-Kommunisten.
Nach dem Film wird Rudolf Mühland
einige zusätzliche Informationen geben und versuchen die enstandenen
Fragen zu beantworten. Er steht auch einer generellen Diskussion über
die aufgestellten Thesen zur Verfügung.