5. Juli 2008 – Globaler Aktionstag gegen Starbucks
Die Starbucks Workers Union aus Grand Rapids (USA) und die CNT Sevilla (Spanien) haben für den 5. Juli zu einem internationalen Aktionstag gegen die Kaffee-Kette Starbucks aufgerufen. Ziel der Aktion ist es, über die Arbeitsbedingungen bei Starbucks zu informieren und gegen die anti-gewerkschaftlichen Praktiken des Konzerns zu protestieren. Konkreter Anlass ist die wiederholte Entlassung von gewerkschaftliche aktiven ArbeiterInnen, dieses Mal in Sevilla. Beide Gewerkschaften rufen zu weltweiter Beteiligung an den Aktionen auf. Auch in der BRD sind Aktionen geplant. Wir informieren weiter.
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Am 24. April wurde die Barista Monica in Sevilla gefeuert, die
ein aktives Mitglied der kurz zuvor gegründeten
Starbucks-Betriebsgruppe der CNT in Sevilla ist. Die CNT fordert ihre
sofortige Wiedereinstellung und hat bereits erste Aktionen in
Starbucks-Filialen der Stadt durchgeführt. Das Vorgehen gegen Monica gleicht demjenigen gegen den Versuch von ArbeiterInnen sich in den USA bei Starbucks gewerkschaftlich zu organisieren. Dort werden immer wieder Leute gefeuert, die sich in der Starbucks Workers Union der IWW organisieren. Dagegen sind mehrere Prozesse wegen anti-gewerkschaftlicher Praktiken vor Arbeitsgerichten anhängig. Und das obwohl der Kaffee-Multi bereits vor einem Jahr in einem anderen Fall zugesichert hatte, Repressionen und Einschüchterungen gegen ArbeiterInnen einzustellen, die der Starbucks Union beitreten. Angesichts der Tatsache, dass der Multi Starbucks in mehreren Ländern versucht, gegen gewerkschaftliche Organisierung vorzugehen, haben sich die CNT Sevilla und die SWU Grand Rapids entschlossen, einen globalen Aktionstag auszurufen, um koordiniert gegen diese Praktiken vorzugehen. Auch in der BRD wird es Aktionen anlässlich des globalen Aktionstages geben. In den vergangenen Jahren hatte die FAU in mehreren Städten und zu wiederholten Anlässen Aktionen bei Starbucks durchgeführt, um gegen die Repression bei Starbucks in den USA zu protestieren und über die Arbeitsbedingungen aufzuklären. Wir werden weiter über den Aktionstag informieren. |
Hintergrundinfos auf Englisch und Spanisch findet sich unter: |
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| update 29.05.08 / 15.21 Uhr |
Am 27. Mai 2008 demonstrierten
in Sevilla/Spanien ein Dutzend Mitglieder der anarchosyndikalistischen
CNT-AIT gegen die Entlassung ihrer Kollegin Monica. Aufgerufen
hatte das "Syndikat Handel und Hotelgewerbe" der CNT, die vor den Türen
von vier Niederlassungen des multinationalen Gaststätten-Konzerns
Starbucks demonstrierten.
Sie fordern die Wiedereinstellung der Gewerkschaftsdelegierten Monica. Mit diesen Aktionen starten sie eine internationale Kampagne gegen den amerikanischen Mulit für die Wiedereinstellung der Arbeiterin. Gleichzeitig werden weitere Aktionen vorbereitet, die auf den 5. Juli 2008 vorbereiten, den globalen Aktionstag gegen die gewerkschaftliche Unterdrückung bei Starbucks. CNT-AIT Sevilla http://cnt.es/sevilla +++++++++++++++++++++ Was ist los bei STARBUCKS? Sevilla: Arbeiterin der Gewerkschaft CNT-IAA entlassen Am 24. April 2008 wurde unsere Genossin Mónica, eine Barfrau bei dem multinationalen Kaffeehaus STARBUCKS, ohne Vorwarnung gekündigt. Der Bereichsleiter Tomás Pinto ist bekannt für unberechtigte Entlassungen. Er behauptet, dass ihr "Profil nicht den Anforderungen entspräche" und es zu "Reibereien mit den Kolleg/innen" gekommen sei. Überraschenderweise kam er zu dieser Beurteilung erst nach eineinhalb Jahren Mitarbeit. Sicher ist nur, dass Mónica begonnen hatte eine Betriebsgruppe der Gewerkschaft CNT in der Firma zu gründen. Obwohl sie ihre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft und ihre Rolle als Delegierte der Betriebsgruppe noch nicht offen mitgeteilt hatte, hatte sie während ihrer Zeit bei der Firma ihre Rechte und ihre Würde als Arbeiterin gefordert. Zum Beispiel hatte sie sich an Ostern geweigert das doppelte ihrer üblichen Tagesschicht zu arbeiten, da es fraglich war, ob diese Arbeitszeit wie Überstunden bezahlt würde. Ausserdem hatte sie ihre Rechte verteidigt als sie sich weigerte an regelmäßigen Sitzungen teilzunehmen, die ausserhalb des Arbeitsplans stattfanden und weder mit Geld noch mit Freizeit ausgeglichen wurden. Aber noch schlimmer kam es als die Manager herausfanden, dass sie Kontakt zu einem entlassenen Kollegen suchte. Die Geschäftsleitung hatte sie mehrmals ermahnt, dass sie nichts bei den Gewerkschaften zu suchen hätte. Wenige Tage später wurde sie dann rausgeschmissen. Vorgeschichte der Unterdrückung auch in den USA Es ist nicht das erste mal, daß STARBUCKS diejenigen Arbeiter/innen bestraft, die sich gewerkschaftlich organisieren. In den Vereinigten Staaten, dem Herkunftsland dieses multinationalen Konzerns, gibt es eine lange Geschichte von Entlassungen - auch gegen die Arbeiter/innen der revolutionären Gewerkschaft IWW (Industrial Workers of the World). Momentan kämpfen die Kolleg/innen der Gewerkschaft Starbucks-Union in Grand Rapids (Michigan / USA) gegen Diskriminierung wegen ihrer Gewerkschaftsmitgliedschaft. Die CNT Sevilla kämpft für die Wiedereinstellung Das Handels-Syndikat der Gewerkschaft CNT-IAA wird es nicht zulassen, dass unsere Genossin in ihrer Gewerkschaftsfreiheit unterdrückt wird. Wir werden für ihre Wiedereinstellung kämpfen. Obwohl wir die Gesprächsbereitschaft der Firma positiv bewerten, schließen wir nicht aus, dass wir in Kürze eine internationale Kampagne starten, die wir bereits vorbereiten. Dabei zählen wir auf die Solidarität der Mitgliedsorganisationen der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA) in über zehn Ländern, sowie auf die Solidarität anderer Basisgewerkschaften, wie der IWW. CNT-IAA Sevilla (Spanien), http://www.cnt.es/sevilla/ Internationale Arbeiter/innen-Assoziation (IAA), http://www.iwa-ait.org FAU-IAA: Aktionen gegen Starbuck in der BRDIn den vergangenen zwei Jahren hat die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft FAU-IAA wiederholt Aktionen bei Starbuck-Filialen in mehreren Städten der BRD durchgeführt. Neben der Unterstützung der GenossInnen, die in den USA durch Starbuck gefeuert wurden, ging es dabei auch um die Arbeitsbedingungen bei Starbuck hierzulande.Zu den Hintergründen der Repression gegen gewerkschaftliche Organisierungsversuche bei Starbuck finden sich auf http://www.fau.org etliche Beiträge. Einige ausgewählte Beispiele: http://www.fau.org/artikel/art_060801-104042 http://www.fau.org/artikel/art_070519-064536 http://www.fau.org/ortsgruppen/berlin/art_070330-040553 |

gemeinsamer Aufruf der CNT-AIT und der Starbucks Union zum Globalen Aktionstag 5.7.:
Link zum original Artikel mit Fotos von der Aktion am 26. Mai
Link zum Hintergrundartikel: